Cider - Köstliches aus Südengland

Cider - Köstliches aus Südengland

Cider - ein in Großbritannien sehr beliebter Klassiker. Nirgendwo sonst auf der Welt ist Cider so beliebt wie in Großbritannien. Neben Irland besitzt es den größten Pro-Kopf-Verbrauch dieses alkoholischen Getränks und produziert bis zu 600 Millionen Liter jährlich.

Der Cider ist ein typisch englisches Getränk, das mit dem deutschen Apfelwein und dem französichen Cidre eng verwandt ist. Erste derartige Getränke entstanden bereits um 400 v. Chr. im Gebiet des heutigen Side (woher auch der Begriff Cider stammt) und kam - unter anderem durch die Einwirkung Karls des Großen - nach Europa. Hier wird er pur oder, je nach Sorte, zu Speisen aller Art genossen. Die Grundlage aller Ciders ist Apfelsaft. Hierbei kommen vor allem saure und säuerliche Äpfel zum Einsatz, die einen hohen Tanningehalt besitzen, doch auch süße Äpfel werden wegen ihres Zuckergehalts benötigt. Die Wahl der Äpfel ist entscheidend für den späteren Geschmack. Diese Säfte werden bei 4 bis -15 Grad fermentiert, was zwar eine niedrige Temperatur ist, dadurch allerdings eine langsame und aromenschonende Gärung darstellt.

Cider, Köstliches aus Südengland - Ferienhäuser und Ferienwohnungen in London und Cornwall buchenKurz vor der völligen Verwertung des Zuckers durch die zugesetzte Hefe wird der Cider dann in luftdichte Fässer umgefüllt und erhält dort durch die entstehende Kohlensäure eine verbesserte Haltbarkeit. Während dieses Umfüllens wird bei einigen Ciders außerdem weiterer Zucker zugegeben, um den Alkoholgehalt zu erhöhen. Auch die klassische Flaschengärung wird bei moussierenden Ciders verwendet - diese ist in Großbritannien jedoch weniger verbreitet. Die Apfelweine, die dabei letztendlich entstehen, variieren deshalb stark im Aroma und sind von trocken bis lieblich vertreten. Sie schwanken im Alkoholgehalt von 2 % (bei den französischen Cidres) bis über 8,5 % (bei den britischen Ciders).

Unterschiede zu anderen Apfelweinen und innerhalb des britischen Ciders
Was unterscheidet nun aber den typisch englischen Cider von anderen Apfelweinen? Der französische Cidre hebt sich allein durch seinen Reichtum an Kohlensäure klar ab. Von allen anderen Arten des Apfelweins unterscheidet er sich durch die verwendeten Apfelsorten, die teilweise nur in Großbritannien angebaut werden. Doch auch innerhalb des britischen Cider finden sich Unterschiede. So gibt es in Großbritannien zwei verbreitete Traditionen: Der West Cider ist der Ältere und beinhaltet mehr saure und stark tanninhaltige Äpfel, wodurch er einen stärkeren und schärferen Geschmack erhält.

Beispiele hierfür sind Thatchers Cider, Strongbow und Bulmers-Original Vintage Irish Cider. Der neuere Kent Cider, der in Massenverkauf mehr Verwendung findet, beruht eher auf Speise- und Dessertfrüchten oder besteht vollständig aus diesen. Dadurch besitzt er einen leichteren, weinartigeren und sanfteren Geschmack. Typische Kent Ciders sind Biddenden, Rough Old Wife und Theobolds.

Der Trend zu hochwertigen, "ökologisch angebauten", Cider-Produkten steht auch in Großbritannien hoch im Kurs. Die Nachfrage steigt stetig und kleinere Brauerein spezialisieren sich auf "edle" und urtypische Cider Variationen. Ein solcher Vorreiter in Sachen Organic Cider ist beispielsweise, Westons Premium Organic Cider, aber auch fruchtige Ciderkreationen mit dem Saft reifer, praller Brombeeren oder ein leicht karamellisierter Cider wartet auf Neuentdecker. Gerade in den Sommermonaten schmecken diese Cidervariationen hervorrangend erfrischend. Wer Birnen lieber mag als Äpfel muß keinesfalls auf den Genuss einer wunderbaren Cidererfrischung verzichten. Die Grundlage eines Perry sind (wie Sie erraten werden) Birnen. In Großbritannien liegt der Marktanteil im Vergleich zu Cider bei rund 5 %. Grund dafür ist, daß in England nur wenige Birnensorten angebaut werden, insbesondere die Most-Birnen. Für einen klassischen Perry sind die  Most-Birnen absolute Vorraussetzung, bei einem Pear-Cider werden meist Speisebirnen ("dessert pears") verwendet. 

Cider-Brauereien besichtigen
Interessierte finden in vielen Cider-Brauereien die Möglicheit, sich die Herstellung dieses Getränkes selbst anzusehen. Häufig werden Anfragen interessierter Gruppen nicht abgelehnt, es lohnt sich also zu fragen. Es können dabei nicht nur einzelne Brauereien wie "Westons Cider" (The Bounds, Much Marcle, Ledbury) besucht werden, sondern es besteht auch die Möglichkeit zur Teilnahme an so genannten Cider Cycles - Radtouren durch Gebiete, in denen Cider hergestellt wird. Bei diesen Touren wird nicht nur der Gärungsprozess aufgezeigt, sondern auch der Anbau und die Auswahl der Äpfel - es wird also ein Gesamtbild der Cider-Herstellung vermittelt. Eine solche Tour kann beispielsweise in dere Herefordshire Countryside unternommen werden. Dort findet sich eine gut ausgeschilderte Route, die auch Besichtigungen und Verköstigungen bei verschiedenen Betrieben beinhaltet. Ähnliche Touren gibt es auch in der französischen Normandie - für diejenigen, die Interesse an den verschiedenen Herstellungen haben.

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