Unser A-Z Großbritannien Lexikon

Großbritannien entdecken und alles über England, Schottland und Wales erfahrenHier bekommen Sie einen Überblick über die wichtigsten englischen Begriffe und Wörter. Seien Sie niemals mehr unsicher und informieren Sie sich bereits vor Ihrer Reise über die wichtigsten Dinge. Hier finden Sie alles, was Sie für eine Reise nach Großbritannien wissen müssen in alphabetischer Reihenfolge, sodass Sie nicht mehr lange suchen müssen und alles auf einen Blick erfahren.

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Adel

Der britische Adel ist ein Thema für sich und immer wieder gerne genommenes Klischee, vom Krimi bis zum Liebesroman, von Karl May bis Martha Grimes. Hier einige Fakten: Peers (also Adlige, der Adel allgemein wird als "peerage" bezeichnet) dürfen nicht wählen oder gewählt werden, kommen dafür aber in das Oberhaus des Parlaments.

Der Adelstitel ist vererblich, aber nicht unbedingt von Frauen erbbar - und seit 1958 gibt es sogenannte "life peerages", die die Königin nur auf Lebenszeit verleiht. Wesentlich seltener lässt sich ihre Majestät herab, einen vererbbaren Adelstitel zu verleihen ... wie etwa 1984 an Harold Macmillan. Eine wahre Inflation an Adligen setzte im 18. und 19. Jahrhundert ein, als man fleissig Unternehmer und Forscher in den Adelsstand versetzte. Gab es etwa Mitte des 17. Jahrhunderts gerade einmal 130 Adlige, rechnet man heute mit rund 1300 - von denen allerdings weniger als 500 nur "life peers" sind.

In der Rangfolge des Adels stehen an oberster Stelle die Dukes (25 an der Zahl), dann der Marquess (35), gefolgt vom Earl (weibliche Form "Countess", 175), den Viscounts (100) und der Masse der Barons. Übrigens - auch wenn man im Volksmund so gerne sagt, dass jemand "geadelt" wurde und künftig dann "Sir" genannt wird (bei Frauen "Dame") ... das ist noch kein Adel, sondern ein Ritterschlag.

Aermelkanal Wenn man in Großbritannien vom "channel" spricht, meint man fast immer den Ärmelkanal, "English Channel" genannt, die natürliche Grenze zum europäischen Kontinent. Von Land's End bis Margate zieht sich diese Meerenge rund 350 Meilen hin, entstanden ist sie rund 6.000 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung. Diese Barriere galt bei Strategen wie Cäsar, Napoleon und Hitler als Riesenproblem, ist eine dauernde Herausforderung für Kanalschwimmer und andere "Pioniere" (Blériot etwa fand keine Ruhe, bis er 1909 als erster Mensch den Kanal überflog).
Aerzte Ärzte findet man im Telefonbuch unter der Bezeichnung "General Practitioners", kurz GP genannt. Dies bezeichnet einen Allgemeinarzt. Für einen Arztbesuch wird entweder Bargeld oder die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK, englisch EHIC) benötigt.
Afternoon Tea Gereicht um 16:00 Uhr (4 pm) und traditionell mit Kresse- oder Gurkensandwiches sowie kleinen Kuchen verzehrt. Angeblich von Anna, Herzogin von Bedford, Anfang des 19. Jahrhunderts erfunden, um die Zeit zwischen Lunch und Dinner zu überbrücken. Nicht zu verwechseln mit dem High Tea (siehe dort)!
Alkohol Was der Tourist beachten muss: Der Genuss von Alkohol ist Jugendlichen unter 18 Jahren grundsätzlich in der Öffentlichkeit verboten, ebenfalls ist es strafbar, als Minderjähriger Alkohol zu erwerben oder Alkohol einem Minderjährigen zu überlassen. An vielen öffentlichen Orten und Plätzen ist der Genuss von Alkohol generell verboten.
Amusements Eine typisch britische Einrichtung sind die "Amusement Halls", die man allerorten, gehäuft in den Urlaubsgebieten am Meer, findet. Sie waren lange Zeit das Spielkasino des kleinen Mannes und ermöglichten teure Zerstreuung, aber auch die Chance auf einen Gewinn. Mittlerweile von Videospielen dominiert, weisen viele dieser Einrichtungen heute noch elektronisches Bingo, "Geschicklichkeitsspiele" wie Münz-Kaskaden und massenweise "Einarmige Banditen" (britisch: "slot machines" oder, nach den verwendeten Symbolen, "fruit machines" genannt). Nicht ganz die Antwort auf Las Vegas, aber ein Erlebnis, das man sich gönnen sollte ... einmal zumindest.
Angelsachsen

Dieser heute meist falsch verwendete Begriff steht für die germanischen Einwanderer, die ab etwa 450 England besiedelten: Angeln, Sachsen und Jüten. Sie waren teilweise als Invasoren ins Land gekommen, teilweise von den Römern als Hilfstruppen engagiert worden. Ihre lebendige germanische Kultur und ihre heidnische Gesinnung verdarb es ihnen sowohl mit den Kelten wie auch mit den Christen, so dass ein Zusammenleben unmöglich war.

Folgerichtig bildeten dann Hengist und Horsa das eigene Königreich Kent. Mitte des 8. Jahrhunderts war de facto ganz England "sächsisch" (sowohl die Angeln als auch noch schlimmer die Jüten wurden häufig "unterschlagen") - neben Kent existierten die Königreiche Northumbria, Mercia, East Anglia, Essex, Sussex und Wessex. Lediglich Cornwall befand sich nicht unter sächsischer Regierung. Die Herrschaft der Angelsachsen endete 1066 mit William the Conqueror, der eine normannisiche Dynastie einsetzte. Die angelsächsische Kultur erwies sich jedoch als beständiger: Zu ihr gehören die heute noch gültigen regionalen Grenzen in England, das Parlament und letztlich die englische Sprache.

Apotheken ... finden Sie unter dem Namen "Pharmacy" oder "Chemist" im Telefonbuch, an den meisten Hauptstrassen und in Einkaufszentren. Oft sind sie durch ein grünes Kreuz gekennzeichnet.
Arbeit (Top Ten) - Wo arbeiten die Briten? Nach Berufsfeldern verteilt ergibt sich ein fast skurriles Bild (gerundete Zahlen in Mllionen): 1. Immobilien, Verkauf und Vermietung (3,9) 2. Produktion (3,7) 3. Gesundheits- und Sozialwesen (2,8) 4. Einzelhandel (2,75) 5. Bildungswesen (2,2) 6. Hotel- und Gaststättengewerbe (1,7) 7. Logistik und Kommunikation (1,5) 8. Öffentlicher Dienst und Militär (1,4) 9. Baugewerbe (1,19) 10. Grosshandel (1,16)
Artussage

Wohl kaum eine Legende ist so weltumspannend bekannt wie die von König Artus, seiner Königin Guinevere, seinem Magier Merlin, seinen treuen Rittern der Tafelrunde, ihrer Suche nach Perfektion (und dem Gral) und ihrem tragischen Fall durch Eifersucht und Inzest. Historisch basieren die Geschichten lose auf der Erinnerung an einen "Artus" genannten, romano-britischen Kriegsherren, der Ende des 5. Jahrhunderts gegen die Sachsen kämpfte.

Er ist bereits in den Chroniken des folgenden Jahrhunderst erwähnt. Mit Leben gefüllt wurde die weitgehend unbekannte Historie dann vor allem aus der keltischen Mythologie, Mitte des 12. Jahrhunderts legte Geoffrey of Monmouth einen Grossteil dieser Erzählungen in seiner pseudo-historischen "Historia Regum Britanniae" nieder. Darauf basierend, schmückten Dichter den Zyklus weiter aus - Wace und Layamon, Chretien des Troyes und Wolfram von Eschenbach. Artusepik wurde ein europäisches Phänomän und der "Tophit" an mittelalterlichen Höfen. 1470 konnte daher Thomas Malory mit seinem "Le Morte d'Arthur" einen echten Wälzer vorlegen, der heute noch den Kern der weiter blühenden Literatur um den sagenhaften König bildet. Und Artus bliebt aktuell, ob als Buch von Mark Twain, T.H. White oder Marion Zimmer-Bradley, ob als Gedichtzyklus von Tennyson, ob als Oper von Wagner, als Comic ("Prinz Eisenherz" oder neuere Superheldencomics), als Musical ("Camelot") oder Film ("Excalibur", "Monty Python and the Holy Grail".

Der Großbritannien-Reisende mit Artus-Faible wird an folgenden Orten nicht vorbeikommen: - Tintagel, angeblich Geburtsort des Königs (die in Ruinen liegende Burg ist wesentlich älteren Datums, archäologische Funde lassen jedoch auf ein frühes Herrschaftszentrum schliessen); - Stonehenge, angeblich von Merlin mit fliegenden Steinen gebaut (und in mindestens einem Artus-Film von demselbigen zerstört, beides ist hanebüchener Blödsinn); - Cadbury Castle, das historische Camelot (die nicht aus Schokolade bestehende Festung würde zumindest historisch einigermassen "passen"); - Winchester, Aufbewahrungsort des Runden Tisches (ein wunderschönes und sehenswertesbemaltes Möbelstück aus dem 13. Jahrhundert und somit wohl kaum "echt") und natürlich - Glastonbury, das sagenumwobene Avalon mit dem Grab des Königs in der Abtei (... was historisch äusserst umstritten ist. Vertraut man allerdings der New-Age-geprägten Bevölkerung, sind in Glastonbury neben spiritueller Erleuchtung noch mindestens ein heiliger Gral, zwei Rambaldi-Artifakte und ein verschollenes Kapitel des da Vinci Code zu finden. Ich fand dort einen hervorragenden vegetarischen "beanburger" ...)

Ausweise Für die Einreise nach Großbritannien ist ein Lichtbildausweis vorgeschrieben, sowohl der Reisepass als auch der Personalausweis gelten.
Autokennzeichen (seit 2001) - Beginnend mit dem 1. September 2001 wurde das Kennzeichensystem in Großbritannien umgestellt. Neue Kennzeichen bestehen aus einer siebenstelligen alphanumerischen Kombination. Die ersten zwei Buchstaben geben den Ort der Erstzulassung an, die folgenden zwei Zahlen den Zeitpunkt der Erstzulassung und die letzten drei Buchstaben sind frei wählbar. Die Zahlen für die Erstzulassung: 51 - September 2001 bis Februar 2002 02 - März bis August 2002 52 - September 2002 bis Februar 2003 03 - März bis August 2003 53 - September 2003 bis Februar 2004 04 - März bis August 2004 54 - September 2004 bis Februar 2005 05 - März bis August 2005 55 - September 2005 bis Februar 2006 06 - März bis August 2006 ... und so weiter ... Die Buchstabenkombinationen: A - Anglia (Peterborough AA AB AC AD AE AF AG AH AJ AK AL AM AN, Norwich AO AP AR AS AT AU, Ipswich AV AW AX AY) B - Birmingham (BA bis BY, wie üblich ohne BI und BQ) C - Cymru (Cardiff CA bis CO, Swansea CP bis CV, Bangor CW bis CY, wie üblich ohne CI und CQ) D - Deeside to Shrewsbury (Chester DA bis DK, Shrewsbury DL bis DY, wie üblich ohne DI und DQ) E - Essex (Chelmsford EA bis EY, wie üblich ohne EI und EQ) F - Forest & Ferns (Nottingham FA bis FP ohne FI, Lincoln FR bis FY) G - Garden of England (Maidstone GA bis GO, Brighton GP bis GY, wie üblich ohne GI und GQ) H - Hampshire & Dorset (Bournemouth HA bis HJ, Portsmouth HK bis HY, wie üblich ohne HI und HQ, HW ist für die Isle of Wight reserviert) K - namenloses Gebiet (Luton KA bis KL, Northampton KM bis KY, wie üblich ohne KI und KQ) L - London (Wimbledon LA bis LJ, Stanmore LK bis LT, wie üblich ohne LI und LQ) M - Manchester & Merseyside (Manchester MA bis MY, wie üblich ohne MI und MQ) N - North (Newcastle NA bis NO, Stockton NP bis NY, wie üblich ohne NI und NQ) O - Oxford (OA bis OY, wie üblich ohne OI und OQ) P - Preston (Preston PA bis PT ohne PI und PQ, Carlisle PU bis PY) R - Reading (RA bis RY, wie üblich ohne RI und RQ) S - Scotland (Glasgow SA bis SJ ohne SI, Edinburgh SK bis SO, Dundee SP bis ST ohne SQ, Aberdeen SU bis SW, Inverness SX und SY) V - Severn Valley (Worcester VA bis VY wie üblich ohne VI und VQ) W - West of England (Exeter WA bis WJ ohne WI, Truro WK und WL, Bristol WM bis WY ohne WQ) Y - Yorkshire (Leeds YA bis YK ohne YI, Sheffield YL bis YU ohne YQ, Beverley YV bis YY)
Ballett Seit einer Tournee des "Ballet Russe" im Jahre 1921 ist die Kunst des expressiven Tanzes in Großbritannien enorm populär. Bekannteste Einrichtungen sind in London das Royal Ballet, das London Festival Ballety und das English National Ballet, in Manchester das Northern Ballet Theatre, in Birmingham das Birmingham Royal Ballet und in Glasgow das Scottish Ballet. Als federführend im modernen Ballet gelten das London Contemporary Dance Theatre, Cholmondleys und Adventures in Motion Pictures.
Bank Holidays - siehe unter Feiertage
BBC 1922 als Privatfirma unter anderem von Marconi gegründet, wurde die British Broadcasting Corporation 1927 verstaatlicht und Großbritanniens "offizieller" Radiosender. Das Programm war einfach umschrieben: "Die Öffentlichkeit bilden, informieren und unterhalten." Von Anfang an musste die bildungswillige, informationsbegierige oder einfach Unterhaltung suchende Öffentlichkeit allerdings für dieses Privileg mit der "license fee" bezahlen, die jährlich von der Regierung neu festgelegt (und nie billiger) wird. 1932 schon löste sich die BBC von den oft unzuverlässigen Nachrichtenagenturen und baute ein eigenes Netz zur Informationsbeschaffung auf. 1936 richtete man den ersten Fernsehdienst ein, seit 1964 sogar auf zwei Kanälen und seit 1967 in Farbe ... Heute gilt die BBC weltweit als recht zuverlässiges Medium und wird vor allem mit dem "World Service" in aller Herren Länder empfangen. Webseite: www.bbc.co.uk
Bed and Breakfast Das klassische britische System der Unterkunft, ein Zimmer mit Frühstück, meist in einem Privathaushalt. B&Bs variieren in ihrem Luxus und ihrer Grösse enorm. Manche Vermieter bieten fast Hotelstandard mit relativ hoher Anonymität, andere fast "Familienanschluss", bei Dritten wird man im leergeräumten Kinderzimmer notdürftig untergebracht. Die Unterkünfte gelten als preiswert - oftmals sind jedoch Pauschalraten pro Zimmer in einfachen Hotelketten günstiger. Allerdings erlaubt das B&B fast immer einen zumindest kleinen Einblick in das britische Alltagsleben.
Bellringing Vor allem am Abend und vor allem in England hört man vieler Orten Glocken melodisch läuten. Das sind dann in der Regel keine mechanischen Glockenspiele, sondern "bellringers", die als Team die Glocken im Kirchturm zum Schlagen bringen und so komplexe Melodienfolgen schaffen. Das ist körperlich anstrengend und erfordert viel Konzentration und Koordination ... vor allem letzteres führt dazu, dass viele Computerexperten und Mathematiker sich zu dem Hobby hingezogen fühlen. Für den Besucher kann "bellringing" an einem lauschigen Sommerabend ein ganz besonderes Erlebnis werden, liefert es doch die ideale melodische Begleitung zu einer ländlichen Idylle.
Best before Auch oft abgekuerzt oft als BB, gibt dies das Mindesthaltbarkeitsdatum der Ware bei voirschriftsgemaesser Lagerung an. Dies kann, je nach Art der Ware, durchaus ohne grosse Gefahr überschritten werden - nie sollte man dies jedoch bei Frischprodukten (Eier, Milch, Fleisch etc.) versuchen! Sell By (Date) - Ein letztes Verkaufsdatum, eine Art "Merkzettel" fuer den Einzelhandel und nicht mit dem "Best Before" (siehe dort) zu verwechseln.
Bier (Top Ten) - Mit dem britischen Bier ist es wie mit dem britischen Essen, man hasst es oder liebt es! Einige Biersorten aber sollte man unbedingt probieren: Adnams Suffolk Strong Ale - ein "trockenes" Bitter aus Suffolk; Boddington's Bitter - gebraut im Knast von Manchester und "leicht" erscheinend; Greene King Abbot's Ale - drei davon und man singt (oder sinkt); Highgate Old Ale - nur im Winter erhältlich und sehr intensiv im Geschmack; Marston's India Export - ein sehr hoher Hopfenanteil machte dieses Bier auch in den Tropen haltbar; Newcastle Brown Ale - ein sehr malziges, süffiges Bier, das eine volle Mahlzeit ersetzen kann; Newquay Steam Ale - dampfdurchblasenes Bier, etwas "schwerer" als andere Sorten; Speckled Hen - das Bier mit dem philosophischen Fuchs; Theakston's Old Peculiar - ein traditionelles Bier, das zum Essen oder solo schmeckt; Watkin's Red Barrel - wenn es ein Bier für die bauarbeitende Klasse gibt, dann dieses. Für echte Bierkenner ist CAMRA interessant, die seit 1980 bestehende Campaign for Real Ale. Der Verein gibt einen Pubführer heraus, in dem die Kunst des Zapfens ebenso eine Rolle spielt wie die Bevorratung "echter" (also traditioneller) Biere.
Big Ben Die Mehrzahl der Menschheit haben eine vollkommen falsche Definition von "Big Ben" im Kopf, nämlich den berühmten Glocken- und Uhrturm des Houses of Parliament in London. Tatsächlich allerdings gehört der Name nur zu einem Teil dieses Turms, nämlich der größten Glocke, die die Stundenschläge von sich gibt. 1858 gegossen, wiegt die Glocke nicht weniger als dreizehneinhalb Tonnen. Auf der BBC ist "Big Ben" täglich als Stundensignal zu hören. Übrigens - die oft auch als "Big Ben" bezeichnete Melodienfolge, die dem Stundenschlag vorgeht, sind die "Westminster Chimes".
Bingo Bingohallen findet man fast überall in Großbritannien, obwohl das Spiel eigentlich aus Italien (als Lotto) und Frankreich (als Gesellschaftsspiel) kam und der Name "Bingo" (nach dem Aufschrei des Gewinners) wohl um 1929 in den USA entstand. Man bekommt einen Kartenvordruck und hakt die ausgerufenen Zahlen ab. Hat man eine Reihe voll, ruft man "Bingo!" und ist der Gewinner. Manche Zahlen werden auch als "Code" ausgerufen ... hier einige Beispiele: 1 - Nelson's Column 9 - Doctor's Orders 10 - Tony's Den (wenn Blair Premierminister ist - 10 Downing Street) 16 - Never been kissed 17 - Old Ireland (17. März) 23 - The Lord's my Shepherd (Psalm 23) 39 - Those famous steps ("The 39 Steps") 45 - Halfway House 56 - Was she worth it? 57 - All the Beans (Heinz 57) 69 - Your place or mine? 77 - Sunset Strip 80 - Gandhi's Breakfast (ate zero) 88 - Two Fat Ladies 90 - End of the Line
Briten (Top Ten) - Die altehrwürdige BBC machte einst eine Umfrage, welche Briten denn nun die "Greatest Britons of all time" seien ... 1. Winston Churchill (Staatsmann und Schriftsteller), 2. Isambard Kingdom Brunel (Ingenieur), 3. Diana (Princess of Wales), 4. Charles Darwin (Naturwissenschaftler), 5. William Shakespeare (Dramatiker), 6. Isaac Newton (Naturwissenschaftler), 7. Elizabeth I (Königin), 8. John Lennon (Ehemann von Yoko Ono), 9. Horatio Nelson (Admiral) und 10. Oliver Cromwell (Politiker). Die erste Politikerin nach Churchill ist Maggie Thatcher (Platz 17), die Mit-Beatles Paul McCartney und George Harrison nehmen die Plätze 19 und 62 ein (der Trommler erzählt derweil Eisenbahngeschichten im Fernsehen), Rechtsaussen Enoch Powell brachte es immerhin auf Platz 55, auf Platz 73 finden wir Aleister Crowley (Platz 666 knapp verfehlt), auf Platz 76 erscheint der "Unbekannte Soldat", direkt dahinter Robbie Williams ... Eine sehr gemischte Liste. Kurioserweise taucht auch Bono auf Platz 86 auf, ebenso wie Bob Geldof etwas höher bewertet auf 75.
Buchhandel

(Top Ten) - In jedem Jahr kommen rund 125.000 neue Titel britischer Verlage auf den Markt, ergänzt durch Auslandsproduktionen in englischer Sprache bilden sie eine schier unübersichtliche Masse an Literatur. Andererseits sind die Briten leidenschaftliche Leser, man muss sich nur einmal die "commuter" etwa in der Londoner U-Bahn ansehen, eingeklemmt zwischen Mitmenschen noch schnell ein Kapitel Kierkegaard (oder Harry Potter) verschlingen. Als Tourist bekommt man Literatur etwa hier: Charing Cross Road (London) - Die nördlich des Trafalgar Square laufende, leicht geschlängelte Strasse gilt als "Strasse der Buchhändler". Zu Recht, denn man findet hier wirklich fast alles, vom Antiquariat bis zu Ramsch. Foyles - Der 1906 gegründete Buchhandel in der Charing Cross Road hat dreissig Meilen Regale auf vier Stockwerken und galt lange Zeit als "der Welt grösster Buchladen".

Für einen Literaturliebhaber ist ein Besuch ein Muss, auch wenn man sich schnell verlaufen kann und die Ordnung in Spezialgebiete wahre Expeditionen einleitet ... Hay-on-Wye - Der kleine Ort in Powys hat 1.410 Einwohner. 1961 machte Richard Booth hier einen Laden für antiquarische Bücher auf, der zum weltgrössten Geschäft dieser Art wurde. Heute gibt es mehr als dreissig Antiquariate hier, mehr als eine Million Bücher stehen jederzeit zum Verkauf. Waterstones - Die Kette hat Filialen in allen grösseren Städten und ist für aktuelle Bücher einer der besten Anlaufpunkte. Borders - Auch diese Kette hat Filialen in vielen grösseren Städten und ist für aktuelle Bücher ebenfalls ein guter Anlaufpunkt. WH Smith - Über zweihundert Jahre altes Zeitungs- und Zeitschriftenimperium, das mit über 500 Läden vom Schreibblock bis zur Shakespeare-Gesamtausgabe (fast) alles bietet.

Die Sonderangebote (Großbritannien kennt keine Buchpreisbindung) können sehr interessant sein, gerade bei Neuerscheinungen. Watkins - Ein kleiner Laden auf zweieinhalb Ebenen in einer Seitengasse der Charing Cross Road ... und eines der weltbesten Fachgeschäfte für esoterische Literatur. Forbidden Planet - Mit Filialen in mehreren Grossstädten vertreten, bietet Forbidden Planet seit Jahrzehnten Science Fiction, Fantasy und Comic Strips an, plus einige Paraphernalien. Murder One - Am südlichen Ende der Charing Cross Road gelegen, findet man hier vor allem Krimis, Krimis und auch Krimis. Dazu "True Crime" und ein kleines, aber oft feines Antiquariat. Und etwas Science Fiction, Fantasy und "Romance". HMSO - Die Läden des "Her Majesty's Stationery Office" verkaufen alles, was die Regierung offiziell publiziert ... vom Lehrbuch für Feuerwehrleute bis zum Faksimile historischer Dokumente.

Wichtig ist vielleicht zu wissen, dass moderne Bestellsysteme in Großbritannien weitgehend unbekannt sind, das etwa in Deutschland übliche "Wir besorgen Ihnen jedes Buch in 24 Stunden!" gibt es hier nicht. Bestellungen bei Buchhändlern sind daher eine langfristige Angelegenheit - und so für "Durchreisende" meist eine Unmöglichkeit.

Burberry Klassisches "Schottenmuster" auf beigem Untergrund und eines der beliebtesten Souvenirs, sei es als Schal, als Mantel(futter) oder als Mütze. In den letzten Jahren wurde das Burberry-Muster allerdings durch die "Jugendszene" entdeckt und als "Clanmerkmal" benutzt, oft in einem eher negativen Zusammenhang.
Burgen (Top Ten) - Großbritannien kann zahlreiche Burgen und Festungen aufweisen, etwa die frühe normannische "motte and bailey"-Anlage in Totnes oder den noch im Zweiten Weltkrieg genutzten Festungskomplex von Dover, der römische Ruinen beinhaltet. Glanzstücke der Burgenbaukunst sind jedoch die Zwingburgen, die Edward I nach 1277 in Wales errichten ließ. Die bedeutendsten (und besuchenswertesten) Anlagen sind: - Glamis Castle (SCO) mit hunderten Gruselgeschichten, - Edinburgh Castle (SCO), - Culzean Castle (SCO), eine neoklassische Phantasie, - Bamburgh Castle (ENG), - Warwick Castle (ENG), eine komplett erhaltene Burganlage, - Tower of London (ENG), - Tintagel (ENG) der Lage und der Verbindung zu Artus wegen, - St. Michael's Mount (ENG), - Cardiff Castle (CYM) und Castell Goch (CYM), Märchenschlösser, die auch nach Bayern passen würden, - Harlech, Caernafon, Beaumaris und Conwy Castle (CYM), die uneinnehmbaren Zwingburgen.
Busse siehe Fernverkehr mit Bussen und Öffentlicher Personennahverkehr
Butler "Very well, Sir!" Mit dieser Formulierung reagiert der klassische Butler im Cut auf das Verlangen, zur Lektüre der "Times" einen Earl-Grey-Tee zu geniessen, auf den Wunsch, am nächsten Sonntag die Windsors zu Kaffee einzuladen ... und auf die Begierde, mit Marmite eingerieben und dann mit einer nassen Nudel ausgepeitscht zu werden. Kurz: Auf alles. Butler waren und sind nicht nur Diener, sondern auch Vetrauenspersonen und Vertraute, Sekretäre und die "gute Seele" des Hauses. Sie sind auch teuer. Weswegen sich heute nur wenige Briten den Luxus eines Butler leisten können. Mancher Ober (so er nicht auf "Franzose" macht) hat einen Hauch Butler an sich, aber der Tourist trifft selten auf einen echten Butler ... wenn Sie einem begegnen, rechnen Sie mit Höflichkeit und kühlem Understatement. Und damit, dass eine hochgezogene Augenbraue einem hysterischen Gefühlsausbruch gleichkommt. "James, the Marmite, please ..."
Cafes In den letzten Jahrzehnten hat Café-Kultur auch in Großbritannien Einzug gehalten, wobei der Begriff recht flexibel ist. Das traditionell britisch "Café", oft "Kaff" ausgesprochen, ist eine Art Imbiss mit Sitzgelegenheit, wo es schnell sattmachende Gerichte gibt. Daneben gibt es immer mehr Cafés US-amerikanischer Prägung, die neben Kaffee und Tee eigentlich nur süsse Stückchen, eventuell auch Sandwiches und die berühmte "Tagessuppe" anbieten - Ketten wie "Starbucks" oder auch McDonalds Café dienen als Vorbild. Ausgesprochen kontinentale Cafés italienischer, französischer oder Wiener Prägung sind dagegen seltener.
Channel siehe Ärmelkanal
Channel Tunnel siehe Eurotunnel
Cities Eine echte Stadt wird man in Großbritannien nur, wenn man entweder eine Kathedrale oder das von einem Herrscher Stadtrecht hat! Eines von beiden muss vorhanden sein, sonst ist selbst der grösste Ort nur ein "town". In London hat man dann etwa die seltene Situation, dass zwei Städte direkt aneinander grenzen - die City of Westminster und die winzige City of London, auch The City genannt.
City, The Wenn man von "the City" spricht, meint man eigentlich immer nur die "City of London", das winzige Herzstück der britischen Metropole, bekannt auch als die "Square Mile". 1192 wurde der Stadt das Recht verliehen, einen eigenen "Lord Mayor" zu wählen. Dieses tut man noch heute, auch wenn der Posten eher zeremoniell ist. Die City of London erstreckt sich nördlich der Themse vom Temple bis zur Mauer des Tower, nach Norden endet sie am Smithfield Market und vor dem Spitalfields Market. In diesem kleinen Gebiet findet man gerade einmal 4.140 Bewohner, aber auch die Bank of England, die Stock Exchange, das Barbican, Old Bailey, Lloyd's und die St. Paul's Cathedral.
Cockney Oft fehlinterpretierter Begriff, der eigentlich für Einwohner des Londoner East End und deren eigene Sprachmuster (inklusive des sogenannten "rhyming slang", wie etwa "trouble and strife" für die Ehefrau) steht. Umgangssprachlich wird in anderen Ländern oft jeder Brite mit einem vage grossstädtischen Akzent als "cockney" bezeichnet.
Comedy

Comedy (Top Ten) - Großbritannien ist berühmt für den ganz eigenen Humor, oft scharf und verletzend, satirisch, keine Rücksicht und sich selbst nicht allzu ernst nehmend ... so könnte man britische Comedy zusammenfassen. Als Highlights (oder auch in der Retrospektive Lowlights) gelten:

"Absolutely Fabolous" - Edina und Patsy gehen (in letzterem Fall besser: torkeln) gemeinsam durch das Leben erfolgreicher Geschäftsfrauen in der Londoner Gesellschaft. Komödiantin Jennifer Saunders und Ex-Bondgirl Joanna Lumley bestreiten die Hauptrollen mit Bravour. Dahling!

"Blackadder" - historische (in mehrfacher Hinsicht) Comedy-Serie mit vier sechsteiligen Staffeln und zwei Einzelfilmen, aus denen die "Jumping Jews of Jerusalem" und die Phrase "I have a cunning plan ..." legendär wurden. Hauptdarsteller waren Rowan Atkinson ("Mr Bean") und Tony Robinson ("Time Team").

Billy Connolly - "the Big Yin", Glasgows erfolgreichster Export seit Irn Bru steht meist allein auf der Bühne, hält abschweifende Monologe und kann fast nie als "PC" gelten. Der Genuss ist nur Menschen mit sehr guten Englischkenntnissen zu empfehlen!

Tommy Cooper - der Mann mit dem Fez, der heute oftmals angestaubt wirkt. Für viele moderne Stars gilt er aber als wegweisendes Vorbild. Cooper wurde, abgesehen von seiner Kopfbedeckung, durch seinen ultimativen Bühnenabgang zur Legende.

"Fawlty Towers" - ein ganz normaler Tagesablauf in einem ganz normalen englischen Hotel, wenn da nicht Basil Fawlty (John Cleese von "Monty Python") wäre. Beinhaltete die auch heute noch gültige Warnung "Don't mention the war ..."und die ultimative Erklärung für jede Katastrophe auf Erden: "He's from Barcelona!"

Benny Hill - der Spielzeugmacher aus "Chitty Chitty Bang Bang" hatte seine eigene Show, in der er relativ platte Sketche und überhaupt nicht platt zu nennende Assistentinnen bot. Heute mit einem "Cringe Factor 99" versehen!

Aber "typisch britisch" ... Eddie Izzard - der Mann, der nicht unbedingt in konventionellen Kostümen auf die Bühne kommt. Izzard gilt als Wegbereiter der "alternative comedy", die nicht einmal in Großbritannien "jedermanns Geschmack" ist.

"The Office" - mit Ricky Gervais als Bürochef braucht man keine Konkurrenz mehr. Die von Kritikern hoch gelobte und vom Publikum geliebte Serie rund um den Büroalltag erscheint manchmal bedrohlich realistisch. Vor allem, wenn der Chef tanzt ...

"Only Fools and Horses" - die Serie mit David Jason als Del Boy und dem dreirädrigen Lieferwagen der Trotters ist Legende und war die meistgesehene Sitcom überhaupt. Ein einmaliger Einblick in das Leben erfolgreicher Kleinunternehmer in Peckham ...

"Spitting Image" - Ronald Reagan und Maggie Thatcher als bös karikierte Puppen, nie war Comedy so beissend! Und da man weder vor dem Königshaus noch vor dem Papst Rücksicht nahm, wurde laut diskutiert, ob das noch erlaubt sein darf ...

Ausser Konkurrenz (weil unschlagbar und eine Legende): "Monty Python's Flying Circus" - "He's not dead, he's just resting!"

Comics Auch wenn die USA und Japan eher für "comic strips" (heute auch als "graphic novel" oder "manga" bekannt) stehen, so hat doch Großbritannien eine eigene Tradition in dieser Kunst- und Literaturform. Ihren Ursprung hatte die in den "penny dreadfuls", die seit den 1840er Jahren Mord und Totschlag illustriert unter's Volk brachten. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es spezielle Kinder-Comics, die bis heute überlebten. Klassiker sind die wöchentlich erscheinenden "The Beano" and "The Dandy", die meist unterhaltsame Stories etwa von Dennis the Menace oder Beryl the Peril enthalten. Für die kleineren Leser (oder "Vorgelesenbekommer") gibt es "Rupert the Bear and Friends", für Mädchen fast wöchentlich wechselnde Titel mit Pferden und/oder Mode, für abenteuerlustige Jungen die "Commando"-Heftchen mit fröhlichen Kriegsgeschichten. Sehr düstere und teilweise brutale Comics gibt es auch aus dem Hause "Games Workshop" ("Warhammer"), während "2000 A.D." eher schon den Erwachsenenmarkt mit Science Fiction und Fantasy bedient. Definitiv für Erwachsene sind die satirischen Comics in "Viz", unter anderem mit den "Fat Slags" und "Buster Gonad (and his unfeasibly large testicles)". Mainstream-Comics wie die oben genannten und die führenden internationalen Marken (DC, Marvel, Scoobie-Doo, Disney ...) findet man in fast allen Zeitschriftenläden. Viele Buchläden verkaufen mittlerweile auch regaleweise Manga und Graphic Novels. Mit die grösste Auswahl auch an exotischen Produkten haben dagegen die Läden von "Forbidden Planet".
Commonwealth Kurzform für den "Commnwealth of Nations", eine von Lord Rosebery schon 1884 geschaffene Beschreibung des damaligen Empire. Heute steht der Begriff für die Gemeinschaft der meist ehemaligen britischen Kolonien und Besitzungen, die sich hierin zusammengeschlossen haben. Der Staatenbund dient vordringlich der Föderung des Handels und einer "gemeinsamen Politik", was naturgemäss nicht immer gelingt. Unter den Mitgliedsstaaten befindet sich nur ein Land, das keine Kolonialverbindung zu Großbritannien hatte - das 1995 beigetretene Mozambique. Irland ist nicht Mitglied des Commonwealth, Frankreich allerdings hatte (wahrscheinlich in einem Moment nationaler Selbstzweifel) 1956 die Mitgliedschaft beantragt!
Congestion Charge siehe unter Mautstrassen.
Cricket Angeblich soll das Spiel im 14. Jahrhundert aus Frankreich importiert worden sein ... oder aber von Schafhirten in Kent erfunden. Jedenfalls gibt es Cricket nachweislich seit 1550 in England, damals wurde es als Kinderspiel dokumentiert. Seit 1760 gibt es Cricket Clubs (der in Hambleton, Hampshire, war der Erste), 1835 legte der Marylebone Cricket Club die erstenrichtig formellen Regeln fest. In den 1860ern begann man mit "championship matches", seit 1890 in einer richtigen Liga. In der "gentlemen" und "players" spielten - erstere waren Amateure, letztere Profis, die einst wichtige Unterscheidung schaffte man aber 1963 ab. Dominierend ist Yorkshire, gefolgt von Surrey und Middlesex. In der britischen (eigentlich englischen ...) Liga selbst spielt man eintägige Spiele, die internationalen Test Matches können sich über fünf Tage hinziehen und enden dann oft auch noch unentschieden! Beteiligt an den Test Matches sind neben England Australien (gegen die man traditionell um die "Ashes" spielt), Südafrika, die "West Indies", Neuseeland, Indien, Pakistan, Sri Lanka und Zimbabwe. Jolly Good Show!
Darts Das Spiel heisst eigentlich "arrows" (dt.: Pfeile) und stellte in seiner Anfangsphase im 12. Jahrhundert tatsächlich eine Art Indoor-Bogenschiessen dar. Das moderne "Wurfpfeilspiel" geht auf den Zimmermann Brian Gamlin zurück, der die segmentierte Zielscheibe in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwarf. Seit 1978 gibt es eine im Fernsehen live übertragene Weltmeisterschaft ... echtes Dartfeeling kommt aber am ehesten im Pub nebenan auf, wo die Kneipenmannschaften gegeneinander antreten und man auch als Tourist (mit Einverständnis des Wirtes natürlich) ein paar Pfeile werfen kann. Dartfreunde können sich überall in Großbritannien mit Sportgerät und Zubehör eindecken, vor allem die zahlreichen bunten "flights" (für den Laien "die klienen Flügel hinten") sind in unzähligen Varianten zu bekommen und wahre Sammlerstücke.
Deutsche Wörter im Alltagsgebrauch Eine ganze Reihe deutscher Wörter (und wenige Phrasen) wurden im Lauf der Jahre unverändert in die englische Sprache übernommen. Weil es keine Entsprechung gab, weil es einfach als Schlagwort bekannt wurde oder weil es Mode war. Hier die Wichtigsten, einige sind nur in Spezialgebieten gebräuchlich: Achtung; Angst; Anschauung; Anschluss; Aufklärung; Auf Wiedersehen; Bildungsroman; Blitz (fester Begriff für deutsche Luftangriffe); Blitzkrieg; Doppelgänger; Dummkopf; Echt; Ersatz; Führer; Gastarbeiter; Gauleiter; Gestalt (als Konzept); Götterdämmerung; Hakenkreuz; Ich dien (Motto des Prince of Wales); Jawohl (meist als "jawoll"); Jugendstil; Junker; Kapellmeister; Katzenjammer; Kindergarten (in den USA gebräuchlicher als in Großbritannien); Kitsch; Kulturkampf; Langlauf (Ski); Lebensraum; Lederhosen; Meister; Realpolitik; Schadenfreude; Schnell (meist als Befehl "schnellschnell"); Schweinehund (oft als Schweinhund); Sieg Heil; Sturm und Drang; Vorsprung durch Technik (aus der Audi-Reklame); Wanderjahr (oft falsch als "wonder year" interpretiert); Wehrmacht; Wunderkind; Zeitgeist. Die Worte "Kibitzer" (für einen Zuschauer, Kiebitz etwa beim Skat) und "Schmaltz" (für sentimentale Musik) wurden aus dem Yiddisch sowohl ins Deutsche wie ins Englische übernommen. Das Wort "Schmuck", ebenfalls aus dem Yiddisch stammend, hat eine andere Bedeutung als das deutsche Wort - es steht für eine verachtenswerte Person (wörtlich für das männliche Geschlechtsteil).
Diplomatische Vertretungen Deutsche Botschaft, 23 Belgrave Square, London SW1X 8PZ - Telefon 020-78241300 Deutsches Generalkonsulat, 16 Eglinton Crescent, Edinburgh EH12 5DG - Telefon 0131-3372323 Österreichische Botschaft, 18 Belgrave Mews West, London SW1X 8HU - Telefon 020-72353731 Schweizer Botschaft, 16/18 Montagu Place, London W1H 2BQ - Telefon 020-76166000 Schweizer Generalkonsulat, Portland Tower (6th Floor), Portland Street, Manchester M1 3LD - Telefon 0161-2362933
Drogen Grundsätzlich sind in Großbritannien dieselben Drogen illegal wie auch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Es gibt keine Duldung bei Cannabis, obwohl in der Praxis Kleinstmengen für den persönlichen Gebrauch normalerweise nur konfisziert und mit einer Verwarnung geahndet werden. Die Haftstrafe für einfachen Besitz liegt jedoch bei maximal zwei Jahren.
Druiden Ursprünglich die "Priester" oder Schamanen der Kelten, wurden die Druiden schnell von den Römern unterdrückt und vernichtet. Über sie sind und nur noch fragmentarische Darstellungen aus den Schriften etwa Cäsars oder Plinius' bekannt. Das moderne Bild entstand als Fiktion im Rahmen des "druidic revival", das im 18. Jahrhundert begannund sich zu romantisch-nationalistischen und neopaganistischen Gruppierungen im heutigen Großbritannien hin entwickelte. Schon 1717 wurde der erste moderne Druidenorden gegründet, der "Druidic Circle of the Universal Bond". Eine der wichtigsten Organisationen heute ist der Order of Bards, Ovates and Druids (OBOD), der auch einen Fernkurs "Druidentum" anbietet.
Dudelsack Der Dudelsack ist aus Europa, Asien und Afrika bekannt, als "Nationalinstrument" ist er jedoch mit Schottland untrennbar verbunden. Seit dem 15. Jahrhundert sind "bagpipes" im Norden Großbritanniens populär, als Unterhaltungselement und als Adrenalinbeschleuniger im Kriegsfall. Nach der Rebellion von 1745 wurden die Dudelsäcke zunächst verboten, erst im romantischen Schottland-Revival des 19. Jahrhunderts wurden sie wieder integrierter Bestandteil der schottischen Kultur. Auch im Kriegsfall - die Strände der Normandie etwa wurden 1944 unter der Musik der "regimental pipers" gestürmt.
Einreisebestimmungen Für Bürger aus der EU gibt es keine besonderen Einreisebestimmungen ausser der Pflicht zur Mitführung von Personaldokumenten (Personalausweis oder Pass) und den üblichen Zollbestimmungen. Stichpunktkontrollen an der Grenze kommen gerade bei Autoreisenden vor, vor allem nach Drogen, Waffen und illegalen Immigranten wird häufig gesucht.
Eisenbahn siehe Fernverkehr mit Bahnen
Eisteddford Walisisches Wort für "Sitzung" und Umschreibung für zahlreiche Veranstaltungen rund um Handwerk, Kunst, Musik und Poetik. Das erste Eisteddford soll 1176 stattgefunden haben, als Lord Rhys die Poeten und Musiker Wales' zum Wettberwerb in Cardigan versammelte. Der Gewinner des edlen Wettstreites bekam einen Stuhl an des Lords Tafel - und noch heute werden traditionell Stühle vergeben! Das bedeutendste Eisteddford ist das jährlich an wechselndem Ort stattfindende National Eisteddford, seit 1880 gefeiert und abwechselnd in Nord- und Südwales abgehalten. Oft auf einer Wiese treffen sich dann rund 175.000 Menschen, um 6.000 Teilnehmern in zweihundert Wettbewerben zuzusehen. Höhepunkte sind die klassischen Wettbewerbe rund um Chöre und Poeten! Besucher, die kein Walisisch sprechen, werden nur die Hälfte (oder weniger) verstehen - ein Besuch lohnt sich aber unbedingt.
Empire Begriff für den britischen Herrschafts- und Einflussbereich zu Zeiten Königin Victorias und ihrer Nachfolger. Dieser erreichte seine grösste Ausdehnung Anfang des 20. Jahrhunderts mit einer weltumspannenden britischen Präsenz auf allen Kontinenten und allen Weltmeeren. Etwa ein Viertel der Welt war "britisch". Der "kaiserliche" Titel hängt vor allem mit Victorias Rolle im "Raj", dem britischen Herrschaftsbereich in Indien, zusammen - Disraeli erfand diesen Titel und verlieh ihn 1877 seiner Königin. Die Auflösung des Empire begann 1947 passenderweise mit der Unabhängigkeit Indiens und Pakistans.
En suite "Mit eigenem Bad und WC", ein wichtiges Merkmal von Gästezimmern. Ist das Zimmer nicht "en suite", muss man eingetrenntes Bad aufsuchen und meist mit anderen Gästen (oder sogar dem Wirt) teilen.
Essen siehe auch Cafés, Fast Food, Lokalspezialitäten, Pubs, Restaurants
Ethnische Minderheiten Großbritannien ist einer der multikulturellsten Orte in Europa, fast zehn Prozent der Bewohner gehören zu "nicht weissen" Minderheiten, wobei die Inder die grösste Gruppe darstellen: 1.053.000 Inder, 747.000 Pakistani, 677.000 "Mischlinge", 566.000 Afro-Karibianer, 485.000 Afrikaner, 283.000 Bangladeshi, 248.000 Asiaten (generell), 247.000 Chinesen, 231.000 "andere Nichtweisse" und 98.000 "Schwarze" (generell) leben hier.
Eurotunnel Schon seit den 1870ern hatte man einen Eisenbahntunnel zwischen Großbritannien erwogen, Realität wurde dies jedoch erst in den 1990ern, als die drei Tunnelröhren zwischen Folkestone und Sangatte eröffnet wurden. Heute bringt der Tunnel täglich Massen von Eisenbahnpassagieren und Autofahrern (in speziellen Autozügen) schnell und zuverlässig auf die und von der Insel. Eine echte Alternative zur Fähre! Webseite: www.eurotunnel.com
Fähren Innerhalb Grossbritannies sowie zu den Kanalinseln und der Isle of Man gibt es folgende wichtige Fähren: Caledonian MacBrayne - zahlreiche Faherrouten an der schottischen Westküste - www.calmac.co.uk Condor Ferries - Fähren von Poole, Portsmouth und Weymouth zu den Kanalinseln - www.condorferries.com Emeraude Jersey Ferries - Route Jersey-St. Malo - www.emeraude.co.uk Hovertravel - Route Ryde-Southsea, nur Fusspassagiere - www.hovertravel.co.uk Isle of Man Steam Packet - Routen Heysham-Isle of Man und Liverpool-Isle of Man - www.steam-packet.com Isle of Sark Shipping Company - Route Sark-Guernsey - www.sarkshipping.guernsey.net Isles of Scilly Travel - Fähren zu den Isles of Scilly (Cornwall) - www.ios-travel.co.uk John O'Groats Ferries - Route John O'Groats-Burwick - www.jogferry.co.uk Lundy Company - Fähren von Bideford und Ilfracombe nach Lundy - www.lundyisland.co.uk Mersey Ferries - Ferry across the Mersey (Liverpool) - www.merseyferries.co.uk NorthLink Orkney & Shetland Ferries - Routen Aberdeen-Kirkwall-Lerwick, Aberdeen-Lerwick und Scrabster-Stromness - www.northlinkferries.co.uk Orkney Ferries - verschiedene Routen zwischen den Orkneys - www.orkneyferries.co.uk Red Funnel Ferries - Fähren von Southampton nach East Cowes, Gosport und West Cowes - www.redfunnel.co.uk Salters Steamers - Fähren auf der Themse, Haltepunkte unter anderem Henley und Windsor - www.salterssteamers.co.uk Seacat Scotland - Fähren von Heysham und Liverpool zur Isle of Man - www.seacat.co.uk Serco Denholm - Fähre zwischen Islay und Jura Shetland Islands Council - Fähren zwischen den Shetland Inseln - www.sic.shetland.gov.uk Trident Charter - Route Guernsey-Herm Western Ferries (Clyde) - Route Dunoon-Gourock - www.western-ferries.co.uk White Horse Ferries - Fähre von Southampton nach Hythe - www.whitehorse.co.uk Wightlink Isle of Wight Ferries - Routen Lymington-Yarmouth, Portsmouth-Fishbourne und Portsmouth-Ryde - www.wightlink.co.uk (siehe auch Internationale Fähren)
Führerschein Für den Gebrauch eines Fahrzeugs in Großbritannien müssen Besucher ihren nationalen Führerschein mitführen.
Fahnen Die offizielle Fahne Großbritanniens ist die bekannte "Union Flag", oft auch als "Union Jack" bezeichnet. Sie ist durch die Kombination der Fahnen Englands, Schottlands und Irlands entstanden. Daneben existieren noch die Fahnen Englands (rotes St. George's Cross auf weissem Grund), Schottlands (weisses St. Andrew's Cross auf blauem Grund) und Wales' (roter Drache aufweiss-grünem Grund). In Schottland relativ häufig zu sehen ist der rote Löwe auf gelbem Grund, dies ist die schottische Königsflagge.
Fahrenheit Um Celsius in Fahrenheit umzurechnen, multipliziert man die angegebenen Grad mit 9, dividiert dann durch 5 und addiert 32 dazu. 10 Grad Celsius sind also (10*9=90 90:5=18 18+32=50) 50 Grad Fahrenheit. Umgekehrt funktioniert es natürlich auch: Aus Fahrenheit werden Celsius, indem man 32 subtrahiert, dann mit 5 multipliziert und durch 9 dividiert. Gasöfen haben dann noch ganz eigene Einstellungen ... zur Erleichterung hier einige wichtige Werte: Celsius Fahrenheit Gasofen Grad Grad Stufe 0 32 - 5 41 - 10 50 - 15 59 - 20 68 - 25 77 - 30 86 - 35 95 - 37 98,4 - 100 212 - 110 225 - 120 250 - 140 275 1 150 300 2 160 325 3 180 350 4 190 375 5 200 400 6 220 425 7 230 450 8 240 475 9
Fast Food Neben den weltumspannenden Franchiseketten wie Burger King, KFC, McDonalds oder auch Starbucks hat Großbritannien eine eigene Fast-Food-Kultur, die sich der Besucher unbedingt einmal antun sollte. Abgesehen von den Sandwiches, die es in fast jedem Laden in wechselnder Qualität gibt. Beim "Chippie", der in keinem Ort weit entfent ist, gibt es folgende Delikatessen: 1. Fish and Chips - Das klassische britische Essen und eine Tradition an sich, grob geschnetzelte und dann frittierte Kartoffeln mit paniertem Fisch, meist Dorsch oder Kabeljau, das Menu eingewickelt in Papier, reichlich gesalzen und getränkt mit Essig. 2. Southern Fried Chicken - Eine populäre Kopie von Colonel Sanders Welterfolg, Hähnchenteile in würziger Panade. 3. Pies - In Teig eingebackene Mixturen mit hohem Sättigungseffekt, durch die Hitze der Füllung aber ein Abenteuer beim Verzehr "aus der Hand". Beliebtester Sorten sind "chicken and mushroom" und das gewöhnungsbedürftige "steak and kidney". 4. Cornish Pastie - Eine ursprünglich im Südwesten beheimatete Teigtasche mit einer Füllung aus Hackfleisch, Gemüse und Kartoffeln ... Komplettmahlzeit mit essbarer Verpackung sozusagen. Das schottische Pendant ist der "bridie". 5. Mushy Peas - Gnadenlos weichgekochte Erbsen, oft als Beilage genommen, in Kombination mit "chips" aber auch eine volle (und füllende, wenn auch nicht mehr vitaminreiche) Mahlzeit. 6. Sausages - Verwechseln Sie die britische "sausage" nicht mit dem deutschen Würstchen, die meist wesentlich weichere Inselvariante ist einfach (und gewöhnungsbedürftig) anders. Auch als "sausage roll", also in Teig eingebacken, durchaus beliebt. 7. Spring Rolls - Die klassische Frühlingsrolle gibt es mittlerweile nicht nur beim "Chinese Takeaway", sondern auch im besser bestückten Chippie. 8. Pickled Eggs - Eine Eivariante, die in riesigen Gläsern in Imbissen und Pubs angeboten wird, hartgekochte Eier in einer Essig-Salzwasser-Mixtur schwimmend. 9. Curry - Statistisch gesehen das beliebteste Essen in Großbritannien, und das nicht Dank der starken asiatischen Minderheit im Lande. Die weichgekochten Fleischstücke in (meist) Fertigsauce werden mit Reis oder (typisch) "chips" serviert und gehören zum Standard eines "pub crawls". 10. Deep-Fried Mars Bar - Unglaublich, aber wahr: Der in Fett frittierte Schokoriegel war zunächst eine schottische Spezialität und erobert langsam die gesamte Insel. Ausser Konkurrenz: Cockles and Mussels, Jellied Eel - Diese Spezialitäten gibt es nur noch vereinzelt in Seaside Resorts und in London, beide nur für echte Liebhaber oder sehr Experimentierfreudige zu empfehlen.
Feiertage Es bestehen folgende gesetzliche Feiertage in Großbritannien: 1. Januar - Neujahrstag 2. Januar (nur Schottland) Karfreitag Ostermontag (nur England und Wales) May Day - 1. Montag im Mai Spring Bank Holiday - letzter Montag im Mai Summer Bank Holiday - erster Montag im August (nur Schottland) Summer Bank Holiday - letzter Montag im August (nur England und Wales) 25. Dezember - Christmas Day 26. Dezember - Boxing Day Fällt ein Feiertag auf einen ohnehin arbeitsfreien Tag (Samstag oder Sonntag), wird er am nächsten darauffolgenden Wochentag nachgeholt. Als Beispiel: 2005 fiel der 1. Januar auf einen Samstag, also wurde der 3. Januar zum Ersatz erklärt. In Schottland musste zudem der 2. Januar, der ja auf einen Sonntag fiel, nachgefeiert werden. Da der 3. Januar schon wegen des 1. Januar arbeitsfrei wurde, hatten die Schotten folgerichtig auch noch den 4. Januar frei ... Für den Touristen gilt zu beachten, dass neben den obengenannten landesweiten Feiertagen in Schottland noch zahlreiche örtliche Feiertage existieren!
Fernsehen Mit Hilfe von Teekisten, einer Hutschachtel, Fahrradlampen und einigen Elektromotoren baute der schottische Erfinder John Logie Baird (1888-1946) nach seinen fehlgeschlagenen Experimenten mit Rasiermessern aus Glas und Socken aus Papier eine Maschine, die drahtlos Bilder übertrug. Das Fernsehen war geboren. Heute kann man terristrisch und analog (also mit einem "normalen Fernseher") folgende Sender in Großbritannien empfangen: BBC (seit 1936, ab 1964 BBC One) BBC2 (seit 1964) ITV (seit 1955) Channel 4 (seit 1982) Five (seit 1997) Besucher mit eigenem Fernseher (etwa im Wohnmobil) sollten bedenken, dass in Großbritannien eine andere Tonnorm verwendet wird, mit "normalen" Geräten vom Kontinent lässt sich daher ein Bild, aber kein Ton empfangen.
Fernsehen (Top Ten) Die beliebtesten Sendungen aller Zeiten im britischen Fernsehen waren: Aktuelles: Nachrichten (logisch); Comedy: Morecombe and Wise; Dokumentation: Around the World in 80 Days (von und mit Michael Palin); Drama (Film): Cathy Come Home (von Ken Loach); Drama (Serie): All Creatures Great and Small ("Der Doktor und das liebe Vieh") Historiendrama: I, Claudius (mit Derek Jacobi); Kinderprogramm: Playschool; Krimi: Inspector Morse (mit John Thaw); Sit-Com: Only Fools and Horses (mit ) Soap: Coronation Street ("Corrie"). Die Programme mit der längsten "Lebensdauer" im britischen Fernsehen sind: 1. Come Dancing (seit 1950); 2. Panorama (seit 1953); 3. What the Papers Say (seit 1956); 4. The Sky at Night (seit 1957); 5. Grandstand (seit 11. Oktober 1958); 6. Blue Peter (seit 16. Oktober 1958); 7. Coronation Street (seit 1960); 8. Songs of Praise (seit 1961); 9. Dr. Who (seit 1963) und 10. Top of the Pops (seit 1964). Die absolut höchste Zuschauerzahl in Großbritannien hatte die Hochzeit von Lady Diana und Prince Charles (Juli 1981), gefolgt von Brasilien gegen England (Juni 1970), England gegen Deutschland (Juli 1966), Chelsea gegen Leeds (Wiederholung des Cup Final im April 1970) sowie der Beerdigung von Prinzessin Diana (September 1997). Erst dann folgt die erste Fiktion, das Weihnachtsspecial der Soap "EastEnders" 1986.
Fernverkehr mit Bahnen Früher musste man nur sagen, man wolle von London nach Glasgow und ob Express oder normal und welche Klasse. Heute darf man sich noch aussuchen, mit welchem Bahnunternehmen ... folgende Gesellschaften bieten ihre Dienste (zum Teil parallel!) an: Arriva Trains Northern - www.arrivatrainsnorthern.co.uk Arriva Trains Wales - www.arrivatrainswales.co.uk Central Trains - www.centraltrains.co.uk Chiltern Railway Company - www.????? CrossCountry Trains - www.virgin.com/trains First Great Western Link - www.firstgreatwestern.co.uk First North Western - www.firstnorthwestern.co.uk GNER - www.gner.co.uk Gatwick Express - www.gatwickexpress.com Heathrow Express - www.heathrowexpress.co.uk Hull Trains - www.hulltrains.co.uk Island Line - www.island-line.com London Lines - www.c2c-online.co.uk Merseyrail - www.merseyrail.org Midland Main Line - www.midlandmainline.com Network Rail - www.networkrail.co.uk New Southern Railway - www.southcentraltrains.co.uk one Anglia - www.oneanglia.com one Great Eastern - www.onegreateastern.co.uk one Stansted Express - www.onestanstedexpress.co.uk one West Anglia - www.onewestanglia.co.uk ScotRail - www.scotrail.co.uk Silverlink Train Services - www.silverlink-trains.com South Central - www.southcentraltrains.co.uk South Eastern Trains - www.setrains.co.uk South West Trains - www.southwesttrains.co.uk Thameslink Rail - www.thameslink.co.uk Virgin Trains - www.virgin.com/trains Wales & Borders Trains - www.walesandborders.co.uk WessexTrains - www.wessextrains.co.uk West Anglia Great Northern Railways - www.onewestanglia.co.uk West Coast Railway - www.westcoastrailway.co.uk West Coast Trains - www.virgin.com/trains
Fernwanderwege Großbritannien hat folgende Herausforderungen für Wanderer zu bieten: Speyside Way (SCO) - 45 Meilen von Tomintoul nach Spey Bay, West Higland Way (SCO) - 95 Meilen von Fort William nach Glasgow, Southern Upland Way (SCO) - 212 Meilen von Portpatrick nach Cockburnspath, Pennine Way (ENG) - 256 Meilen von Kirk Yetholm nach Edale, Coast to Coast Walk (ENG) - 109 Meilen von St. Bees Head nach Robin Hood's Bay, Dales Way (ENG) - 81 Meilen von Ilkley nach Bowness-on-Windermere Cleveland Way (ENG) - 110 Meilen von Helmsley nach Filey, anschliessend an den Wolds Way (ENG) - 79 Meilen von Filey nach Kingston upon Hull, Peddars Way and Norfolk Coast Path (ENG) - 94 Meilen von Cromer nach Knettishall Heath/Thetford, dort anschliessend an den Icknield Way (ENG) - 105 Meilen von Thetford nach Ivinghoe und mit Übergang dort zum Ridgeway (ENG) - 85 Meilen von Ivinghoe nach Avebury, dabei den Thames Path (ENG) - 180 Meilen entlang der Themse von Thameshead nach London, kreuzend, North Downs Way (ENG) - 141 Meilen von Farnham nach Dover, South Downs Way (ENG) - 106 Meilen von Winchester nach Eastbourne, Isle of Wight Coastal Path (ENG) - 65 Meilen "rundum"; South West Coast Path (ENG) - 600 Meilen entlang der Küste von Poole nach Minehead, Pembrokeshire Coast Path (CYM) - 186 Meilen von Amroth nach Cardigan und letztlich der Offa's Dyke Path (CYM/ENG) - 182 Meilen entlang der englisch-walisischen Grenze von Chepstow nach Prestatyn
Filmindustrie Die britische Filmindustrie hinkte wirtschaftlich schon immer hinter Hollywood zurück, so dass die "Cinematograph Film Act" von 1927 nötig war, sie jenseits von Qualität und Inhalt am Leben zu halten. Bis 1983 verpflichtete das Gesetz alle Kinos, einen Mindestanteil von britischen Filmen im Programm zu haben. Dadurch entstand eine Masse an wirklich grottenschlechten B-Movies, die ja Dank eines zwangsweisen Verleihs durchaus Kosten deckten und manchmal sogar Gewinn abwarfen. Einige haben heute Kultstatus ... Der Anteil an US-Filmen hat jeoch nach Abschaffung der Quotierung sicher die 90-%-Marke überschritten, britische Produktionen dümpeln auf dem zweiten Platz vor den "Achtungserfolgen" etwa aus Frankreich, China oder Neuseeland. Die erfolgreichsten Produktionen aus britischen Studios haben in den letzten Jahren einen Trend: Romance und Comedy, oft in einem Film vereint. Dazu gehören "The Full Monty", "Four Weddings and a Funeral", "Shakespeare in Love", "Bean" (der einzige Film in den "Top Five" ohne wenigstens etwas Romance) und "Notting Hill". Filme (Top Ten) - Wenn man von "typisch britischen" Filmen redet, dann fallen folgende Produktionen besonders auf: 1. Sherlock Holmes - Der englischste aller Detektive und ewiger Vertreter eines Gaslicht-beleuchteten viktorianischen London wurde niemals so gut und bis ins Detail perfekt dargestellt wie von Jeremy Brett. Die aufwendige und sehr eng an Doyle orientierte TV-Serie ist legendär, wenn auch der intelligente "spoof" "Without a Clue" mit Michael Caine und Ben Kingsley nicht zu verachten ist. Viele Filme mit Basil Rathbone erreichen dagegen das Niveau deutscher Edgar-Wallace-Verfilmungen. 2. Miss Marple - Die werkgetreue TV-Verfilmung der Geschichten um Amateurdetektivin Jane Marple mit Joan Higgins in der Hauptrolle ist nett, aber an Schrulligkeit sind die vier Filme und ein Cameo mit Margaret Rutherford unübertroffen. 3. Hercule Poirot - Auch wenn sich grosse Namen wie Albert Finney und Peter Ustinov sehr gut als der belgische Detektiv schlugen ... die TV-Verfilmungen mit David Suchet lassen das Großbritannien der 1940er und 1950er real werden. 4. Ealing Comedies - In Deutschland kennt man am ehesten "Ladykillers" mit Alec Guinness, Peter Sellers und Herbert Lom ... die in den Ealing-Studios gedrehten Komödien bieten jedoch noch viele weitere Einblicke in das britische Alltagsleben, immer mit einem gewissen skurrilen Extra. 5. Carry On - Man hasst sie oder liebt sie: Die mit immer derselben Crew gedrehten Filme, die alle Klischees der Filmgeschichte plündern und vor sexistischen Witzen nur so strotzen. In Deutschland als "Ist ja irre" bekannt. 6. BBC Shakespeare - Einst machte es sich die BBC zur Aufgabe, Shakespeares dramatische Werke komplett zu verfilmen. Das Ergebnis lässt sich auch heute noch ansehen, selbst wenn in der Zwischenzeit Kenneth Branagh als Henry V, Mel Gibson als Hamlet und Al Pacino als Shylock auftraten. Wer einen durchaus nicht unrealistischen Einblick in das Theaterleben zu jener Zeit haben möchte, dem sei "Shakespeare in Love" empfohlen, trotz einiger (göttlicher) Anachronismen und dem eher unbekannten Werk "Ethel the Pirate's Daughter". 7. Romantic Comedies mit Hugh Grant - Auch wenn man den ewig blinzelnden Haarmop nicht ertragen kann, Filme wie "Four Weddings and a Funeral", "Notting Hill" und "Love Actually" sind so britisch wie London im Nebel. 8. Hammer Horror - Die grosse Zeit des britischen Horrorfilms ging einher mit den Hammer Studios und den Namen Peter Cushing und Christopher Lee. Dabei waren die Filme nicht unbedingt gut: Fledermäuse flatterten an deutlich sichtbaren Gummifäden, Kulissen wurden endlos recycled und die Plots waren ... im besten Falle flach. Und als Christopher Lee für eine Sprechrolle zu teuer war, liess man ihn in einem "Dracula"-Film den Grafen neunzig Minuten lang stumm spielen. 9. "The Full Monty" - Arbeitslose Stahlarbeiter machen eine neue Karriere als Stripper ... niemand konnte sich vorstellen, dass das ein Hit wird. Es wurde ... 'nuff said. Weitere Filme mit oft skurrilem Lokalflair sind "Trainspotting", "Comfort and Joy", "Brassed Off", "Billy Elliott" und "The Englishman who went up a hill and came down a mountain". 10. 007 - Man kommt an ihm nicht vorbei, sei es in der schottischen, englischen oder irischen Inkarnation, er ist der Vorzeigebrite an sich, komplett mit makelloser Garderobe, einem Martini und einer "stiff upper lip" (und, in Roger Moores Fall, einer erhobenen Augenbraue). Auch wenn in "xXx" und "The Tuxedo" das Klischee mittlerweile kräftig persifliert wurde. Und in den "Austin Powers"-Filmen, aber die sind ja nun wieder eine Hommage. Ausser Konkurrenz: "Peter Pan" (Walt Disney Zeichentrickfilm) - Die Sequenz mit dem Flug über das nächtliche London ist wunderschön (und im "Magic Kingdom" nachvollziehbar). "Mary Poppins" - Dick van Dykes Akzent ist grausam, aber das heraufbeschworene (mythologische) London nett gestaltet. "My Fair Lady" - Das Musical in der Verfilmung mit Audrey Hepburn und Rex Harrison ist eine Persiflage auf die "stuffy upper class" und ein weiteres mythologisches London, wie es nie war, aber hätte sein sollen! Alle Produktionen von "Merchant Ivory" ("Howard's End" oder "The Remains of the Day") etwa ...) ...
Firmen (Top Ten) Nach dem Jahresumsatz gerechnet bilden folgende Firmen die britische Spitze: 1. Royal Dutch/Shell (Öl, Gas, Chemie) 2. BP (Öl, Gas) 3. Aviva (Finanzdienstleistungen) 4. Vodafone (Mobiltelefon) 5. Unilever (Nahrungsmittel) 6. Tesco (Einzelhandel) 7. HSBC (Bank) 8. Royal Bank of Scotland (Bank) 10. GlaxoSmithKline (Pharma)
Five O'Clock Tea siehe unter High Tea.
Flüge Es gibt unzählige Möglichkeiten, vom Kontinent aus Großbritannien mit dem Flugzeug zu erreichen, eigentlich fast jeder Flughafen bietet eine Verbindung. Wichtig ist dabei der Preisvergleich, denn im Rahmen des Preiswettbewerbs sind vermeintliche Low-Cost-Airlines gelegentlich die teurere Alternative. Die meisten Reisenden kommen auf einem der Londoner Flughäfen an, wobei die Bezeichnung "London" oft sehr relativ ist. Abgesehen vom London City Airport liegt Heathrow am nächsten an der Innenstadt und der ideale Flughafen sollte auch nach den weiteren Plänen gewählt werden: Will man etwa weiter nach Wales, ist Gatwick absolut ungeeignet! Flüge innerhalb Großbritanniens - Die Frage, ob sich Inlandsflüge "lohnen", kann nur schwer beantwortet werden. Oft ist die Nutzung eines InterCity zwischen London und Edinburgh schneller als ein Flug mit anschliessender Fahrt ins Zentrum, auch preislich kann es manchmal kaum Unterschiede geben. Unverzichtbar werden Flüge bei Kurzbesuchen auf den Shetlands!
Flughäfen (Top Ten) Die zehn meist genutzten Flughäfen in Großbritannien sind: 1. London Heathrow - www.baa.co.uk 2. London Gatwick - www.baa.co.uk 3. Manchester - www.manchesterairport.co.uk 4. London Stansted - www.baa.co.uk 5. Birmingham International - www.bhx.co.uk 6. Glasgow International - www.baa.co.uk 7. Edinburgh - www.baa.co.uk 8. London Luton - www.london-luton.com 9. Nottingham East Midlands - www.nottinghamema.com 10. Newcastle International - www.newcastleinternational.co.uk
Frauen Großbritannien ist für Frauen ein sicheres Reiseland, es sind nicht mehr oder andere Vorsichtsmassnahmen angebracht als in Deutschland. Da es keine ausgewiesenen "Rotlichtbezirke" gibt, sind allerdings in manchen Innenstadtbereichen (London Kings Cross, Glasgow Seitenstrassen der westlichen Argyll Street) Verwechslungen möglich. Am besten fragt man in der Unterkunft, ob es gewisse "Problemzonen" in der Nähe gibt.
Freiluftkonzerte und -veranstaltungen Die Briten lieben Freiluftkonzerte, sei es ein Promenadenkonzert in den Princes Gardens in Edinburgh, Amateuroper in einer historischen Ruine oder das Rock- und Schlammspektakel in Glastonbury. Und eine grosse Auswahl finden Sie in unserer touristischen Jahresübersicht ...
Freizeitaktivitäten (Top Ten) Die beliebtesten "Aktivitäten" während der Freizeit sind für die Briten (Prozentzahlen in Klammern, Mehrfachnennungen waren möglich): 1. Fernsehen (99) 2. Freunde besuchen oder empfangen (96) 3. Radio hören (88) 4. Schallplatten/CDs hören (78) 5. Lesen (65) oder Pubbesuch (65) 7. Essen gehen (62) 8. Gartenarbeit (49) 9. Ausflüge mit dem Auto (47) 10. Wandern (45)
Friedhöfe Großbritannien besitzt einige der phantastischsten Friedhöfe der Welt, die Beerdigungskultur in der viktorianischen Zeit liess die obskursten Auswüchse entstehen ... von kleinen Pyramiden mit flankierenden Obelisken über Glockentürme zur Rettung Scheintoter bis hin zu morbiden Statuen. Zu den besuchenswertesten Friedhöfen gehören Highgate in London (unter anderem mit dem Grab Karl Marx'), Kensal Green (ebenfalls in London und letzte Ruhestätte einiger Prominenter) und die Necropolis in Glasgow ("Grave with a View"). In den meisten Gemeinden gibt es kleine Kirchhöfe, auf denen man zum Teil uralte Gräber mit oft leicht skurrilen Inschriften findet.
Furniture siehe unter Möbelstile.
Gays Großbritannien hat eine lebendige Schwulen- und Lesbenszene und aktuelle News kann man sowohl im kostenlosen "Pink Paper" wie auch in den in grösseren Zeitschriftenläden erhältlichen "Gay Times" finden. Das Risiko, Opfer eines "gay bashing" (Sammelbegriff für homophobische Gewalttaten) zu werden, ist ähnlich wie in Deutschland.
Gepäckaufbewahrung Ein kritisches Thema vor allem für Reisende ohne eigenes Fahrzeug, denn Schliessfächer mit freiem Zugang sind selten. In den grossen Bahnhöfen und Flughäfen wird in der Regel ein "Left Luggage" Service angeboten, wobei der Zugang zu den Schliessfächern von Personal überwacht wird oder man das Gepäck sogar einem Mitarbeiter anvertraut. Das kann in Spitzenzeiten zu erheblichen Verzögerungen beim Abholen des Gepäcks führen, die man in seiner Planung berücksichtigen sollte (zumal die Gepäckaufbewahrung immer mindestens einen Kilometer vom benötigten Bahnsteig entfernt zu sein scheint).
Geschichte Großbritannien ist sehr geschichtsbewusst und man kann allerorten Hinweisschilder zu historischen Begebenheiten finden. Allein in London würde ein Besuch aller durch blaue Plaketten gekennzeichneten Häuser Wochen dauern ... für einen kleinen Einblick in die britische Geschichte gehen Sie bitte in unsere Spezialrubrik.
Golf Das Spiel mit den diversen Schlägern, einem kleinen, harten Ball und weit entfernt in der Landschaft mit einer Fahne markierten Löchern wird von Gegnern auch als "a good walk spoilt" bezeichnet. Fans können jedoch nicht genug davon bekommen. Und Fans gibt es genug, denn in Großbritannien kann Golf schon als Volkssport gelten - komplette Ausrüstungen lassen sich relativ günstig erwerben und vielerorten findet man billige oder sogar kostenlose Plätze. Eigentlich ist Golf schottisch, dort entstand es früh und war im 15. Jahrhundert nicht nur ein Jedermannsport, sondern gefährdete sogar die Landesverteidigung: Der König musste das Golfspiel untersagen, damit Leute wieder mit Pfeil und Bogen umgehen lernten (... kein englischer Ritter konnte schliesslich durch einen Golfball niedergestreckt werden!). James I and VI brachte das Spiel mit nach England, von wo es wiederum nach Nordamerika exportiert wurde. Spirituelle Heimat bleibt jedoch Schottland. Die Bürger von Edinburgh erstritten von ihren Ratsherren 1744 Turnierregeln und einen Pokal und der Royal and Ancient Club von St. Andrews gilt als die Alma Mater des Sports. Es gibt heute etwa 2.500 Golfplätze in Großbritannien und 3.500.000 aktive Spieler, in Schottland schwingen fünf Prozent der Bevölkerung regelmässig die Schläger.
Great Houses ... ein Mittelding zwischen Gutshof und Schloss und fast immer Wohnsitz der örtlichen Grossgrundbesitzer. Great Houses sind erst einmal das, was man 1:1 übersetzen kann, nämlich grosse Häuser.
Guesthouses Diese Unterkunftsvariante liegt irgendwo zwischen B&B und Hotel, lässt sich aber meist als "kleines, familiär-altmodisch wirkendes Hotel" zusammenfassen. Guesthouses bieten in der Regel etwas weniger Service und "Annehmlichkeiten" als moderne Hotels, können aber sehr komfortabel sein.
High Tea Dieser Begriff hat sich in der viktorianischen Zeit für die Hauptmahlzeit der arbeitenden Bevölkerung eingebürgert. Es gab keine kleinen Häppchen wie beim Afternoon Tea (siehe dort), sondern Hausmannskost. Pies, etwas Kurzgebratenes, Pasties, nahrhafte Süssspeisen. Und alles heruntergewaschen mit Kesseln von starkem Tee. Fünf Uhr war die früheste Zeit, manchmal reichte man ihn auch um Sechs.
Hotels Britische Hotels gibt es in jeder Preis- und Luxusklasse, wobei moderne Hotelketten einen internationalen Standard bieten, der austauschbar ist. Ältere Hotels dagegen sind oft noch "typisch", also mit relativ kleinen Zimmern ausgestattet und generell "altmodisch". Vor allem in London gibt es zahlreiche Budgethotels im Innenstadt-nahen Bereich (vor allem rund um die Paddington Station), die in Prospekten als "lebendig" und besonders für Jugendliche geeignet beschrieben werden - sollten Sie vorhaben, in London auch ohne Betäubung länger als zwei Stunden am Stück zu schlafen, meiden Sie diese Häuser!
Humor "Typisch britischer Humor" ist ein Klischee, das meist durch die Comedy (siehe dort) geprägt ist. Merkmale: Schwarz, skurril, oft surrealistisch und beim besten Willen kaum Rücksicht nehmend. Dabei ist die Bandbreite natürlich enorm und reicht vom bodenständigen, sexistischen Machohumor der "Rugby Jokes" bis zu den Bemühungen der englischen Fussballnationalmannschaft um die Weltmeisterschaft, von Edward Lear bis Henry Fielding und von Monty Python bis Benny Hill. Und schliesst selbstverständlich "The Aristocrats" mit ein, den heiligen Gral des britischen Humors und 2005 ein Film mit nur einem Witz. Typische Beispiele "britischen Humors" in Leseform: Mike Harding, "The Armchair Anarchist's Almanach" Sellar & Yeatman, "1066 and all that" Tom Sharpe, "Wilt"
Imbiss Für den schnellen Hunger zwischendurch findet man eigentlich immer etwas. Die meisten Lebensmittelgeschäfte verkaufen Fertigsandwiches, Sandwich-Bars und Cafés sind eine Alternative. In allen Städten gibt es zudem zahlreiche Pizza-, Kebab- und Fish-and-Chips-Läden. Wobei sich ein kurzer Preisvergleich durchaus lohnen kann! An den grossen Franchiseketten finden Sie etwa McDonalds, Burger King, KFC und Wendy's in Großbritannien. Auch zahlreiche asiatische Takeaways können den Hunger stillen.
Industriearchäologie (Top Ten) Black Country Museum (Dudley) - wieder aufgebaute Industriebetriebe aus der Zeit der Industriellen Revolution, unter anderem eine Glasschleiferei und eine Kettenschmiede; Brooklands (Surrey) - von 1907 bis 1987 genutztes Test- und Rennzentrum, das mit der Automobil- und Fluggeschichte Großbritanniens untrennbar verbunden ist, heute Museum; Clifton Suspension Bridge (Bristol) - zwischen 1831 und 1864 gebaute Hängebrücke, damals die grösste Brücke ihrer Art, zwischen zwei "ägyptischen" Türmen fährt man über 200 Meter über den 70 Meter tiefer fliessenden Avon; Forth Bridge (Edinburgh) - zwischen 1883 und 1890 erbaute Eisenbahnbrücke, die auf eineinhalb Meilen Länge den Forth überquert und ein Monument für die 57 Arbeiter, die beim Bau starben. Great Britain (Bristol) - das erste Propellor-getriebene Hochseeschiff, das lange als Kohlenbehälter auf den Falklandinseln lag, heute in den ungefähren Originalzustand von 1843 zurückversetzt und in einem eigenen Dock zu bewundern; Ironbridge Gorge (Shropshire) - der "Geburtsort der Industriellen Revolution" und heute eine Museumslandschaft, in der vor allem die namensgebende eiserne Brücke von 1779 besondere Beachtung verdient; London Underground - die grösste und älteste Untergrundbahn der Welt ist, trotz vieler Modernisierungen, eines der grössten Industriedenkmäler an sich; National Railway Museum (York) - wer sich für Eisenbahnen interessiert, muss nach York! Direkt neben der Hauptstrecke kann man alte, moderne und auch exotische Bahnen bewundern, von den königlichen Sonderwagen bis hin zum "Bullet Train"; Science Museum (London) - mittlerweile stark überarbeitet und somit weniger "überladen" (wenn auch mit weniger Ausstellungsstücken) präsentiert sich diese reichen Sammlung all dessen, was man unter Naturwissenschaften und Technik zusammenfassen kann; Tower Bridge (London) - die erst 1894 gebaute Hebebrücke über die Themse ist eine der "klassischen" Postkartenansichten, aber auch ein Industriedenkmal, geführte Touren beginnen in den Türmen und bei der Wanderung über die oberen Verstrebungen (verglast und sicher) hat man einen einmaligen Blick auf London (das "London Eye" einmal ausgenommen).
Inseln (Top Ten) Die zahlreichen Inseln an den Küsten Großbritanniens sind ein Thema für sich und oft einen kurzen oder sogar langen Besuch wert: Anglesey - Die heilige (jedenfalls für die Kelten) Yns Môn ist Wales' nordwestliches Schmuckstück und voller prähistorischer Stätten. Vom Festland leicht über Brücken erreichbar. Avalon - Das mythische Avalon wird meistens mit Glastonbury in Somerset identifiziert. Tatsächlich dürften die Hügel in der Marschlandschaft früher oft Inselcharakter gehabt haben. Iona - 543 landete hier der irische Missionar Columba und gründete ein Kloster, das der Nukleus des Christentums in Schottland wurde. Seit 1938 wird die Insel von der Iona Community in dieser Tradition bewahrt. Fähren gehen von Fionnphort auf Mull nach Iona. Isle of Wight - Die 147 Quadratmeilen grosse Insel im Süden Englands ist eine Touristenhochburg und im August das Mekka der Segelwelt. Dann nämlich hält man bei Cowes die Regatta Week ab. Zahlreiche Fährverbindungen verbinden die Isle of Wight mit dem Festland. Isles of Scilly - Jenseits von Land's End im Atlantik gelegen, lebt diese Inselgruppe heute von Tourismus und Blumenzucht, früher war man mehr in den Geschäftsfeldern Fischerei, Schmuggel und Piraterie tätig. Die Inseln sind mit Fähren von Cornwall aus erreichbar. Lindisfarne - Auch "Holy Island" genannt, war dies seit 635 ein alter Klosterort und 793 der Schauplatz eines frühen Wikingerüberfalls, schnell, einträglich und mörderisch. Heute bei Ebbe über einen drei Meilen langen Damm erreichbar (beachten Sie unbedingt die Ausschilderung und die Tiden!). Lundy - Eine kleine Insel zwischen Devon und Wales, bekannt für ihre gleich drei Leuchttürme und die reiche Vogelwelt, daneben findet man Rehe, Schafe, Wildponies und Wildziegen sowie Robben. Boote von Bideford oder Ilfracombe bringen den Besucher auf die Insel und nehmen auch die Post mit, frankiert mit den gesuchten Lundy-Briefmarken! Orkney Islands - Sechs Meilen nördlich des schottischen Festlandes liegen die Orkneys, neunzig Inseln, von denen achtzehn heute noch bewohnt sind. Hier lassen sich archäologische Denkmäler von der Steinzeit über die Wikinger bis hin zu den Wracks von Scapa Flow finden. Hier versenkte sich die deutsche Flotte nach dem Ersten Weltkrieg selbst. Und versenkte im Zweiten Weltkrieg U47 unter Günter Prien ein vermeintlich unangreifbar liegendes britisches Schlachtschiff. Fähren und Flüge bringen Menschen zum Festland und in die Gegenrichtung. Übrigens wurden die Orkneys erst 1472 schottisch und ein Grossteil der Bevölkerung sind heute noch ethnisch Skandinavier. St. Michael's Mount - Als die Normannen diesen Felsvorsprung vor Cornwalls Küste entdeckten, sagten sie sich "Sieht aus wie Mont St. Michel, lasst uns die Benediktiner holen!" Seitdem ziert ein Kloster (später zur Festung umgebaut) den Felsen. Bei Ebbe kann man St. Michael's Mount ohne Probleme trockenen Fusses erreichen - bitte beachten Sie dabei unbedingt sie Warn- und Hinweisschilder. Shetland Islands - Ungefähr hundert Meilen nördlich von Schottland findet man die rund einhundert Inseln der Shetland-Gruppe, von denen nicht einmal zwanzig Prozent bewohnt sind. Eine Besidlung seit der Steinzeit ist nachweisbar und (mit einiger Mühe) zu besichtigen. Hier werden noch immer nordische Riten wie das Up-Helly-Aa abgehalten - ein Ausflug zu den Nachkommen der Wikinger gelingt aber am ehesten mit dem Flieger!
Internationale Fähren So kommen Sie auf die Insel: Brittany Ferries - Routen Roscoff-Plymouth, Santander-Plymouth, Cherbourg-Poole, Caen-Portsmouth und St. Malo-Portsmouth - www.brittany-ferries.com Condor Ferries - Routen St. Malo-Poole, Cherbourg-Portsmouth und St. Malo-Weymouth - www.condorferries.com DFDS Seaways - Routen Cuxhaven-Harwich, Esbjerg-Harwich, Amsterdam-Newcastle, Kristiansand-Newcastle - www.dfdsseaways.co.uk Fjordline - Route Bergen-Newcastle - www.fjordline.co.uk Hoverspeed - Routen Calais-Dover und Dieppe-Newhaven - www.hoverspeed.com Norfolkline - Route Dunkerque-Dover - www.norfolkline.com P&O Ferries - Routen Dover-Calais, Rotterdam-Hull, Zeebrugge-Hull, Caen-Portsmouth, Cherbourg-Portsmouth, Le Havre-Portsmouth und Bilbao-Portsmouth - www.poferries.com Seafrance - Route Calais-Dover - www.seafrance.com SpeedFerries - Route Boulogne-Dover - www.speedferries.com Stena Line - Route Hoek van Holland-Harwich - www.stenaline.com Superfast Ferries - Route Zeebrugge-Rosyth - www.superfast.com (Fähren von und nach Irland nicht aufgenommen, Fähren zu den Kanalinseln und der Isle of Man siehe unter Fähren)
Internet Sollten Sie es nicht schaffen, im Urlaub ohne Internet auszukommen, dann gibt es zahlreiche Internet-Cafés mit zahlreichen Preiskalkulationen. Bei einem längeren Aufenthalt lohnt sich ein eigener Internet-Zugang, von Call-by-Call bis Broadband Flatrate gibt es Dutzende (wenn nicht Hunderte) von Angeboten.
Jingoism Ein Begriff, der sich auf den typischen Ausruf "By Jingo!" zurückführen lässt und eine vollkommen anachronistische Weltsicht beschreibt, in der britische Offiziere und Gentlemen mit Hilfe ihrer "plucky lads" die Welt erretten, beherrschen und so quasi in höherem Auftrag für alle Menschen bewahren. Störend dabei erweisen sich meist nur "foreigners" (vor allem Deutsche, Russen und Franzosen), "unsporting chaps" (etwa "Linke", gerne auch Iren oder Juden) und natürlich die "restless natives" (denen man gerne Kosenamen gibt, etwa die Fuzzy-Wuzzy). Jingoism ist die extreme Form des Nationalstolzes, und noch lange nicht tot (allerdings auch nicht mehr PC). Neben den Büchern von John Buchan oder H. Rider Haggard sind folgende Filme ein guter Einstieg in das Thema: "Zulu" und "The Man who would be King".
Jugendherbergen siehe unter Youth Hostels
Käse Wenn man auch bei Großbritannien nicht unbedingt an ein "klassisches Käseland" denkt, so ist das Molkereiprodukt durchaus für Qualität und Geschmack bekannt. Der Besucher sollte sich daher ruhig einmal zu einem Versuch hinreissen lassen. Es gibt mehr als tausend verschiedene britische Käse ... zu den "Spezialitäten" gehören: Caboc - ein schottischer Käse, der seit dem 15. Jahrhundert hergestellt wird und in Rollen zum Verkauf kommt, komplett mit Haferkruste; Caerphilly - traditioneller walisischer Käse, sehr bleich; Cheddar - der "Standardkäse", ursprünglich im 16. Jahrhundert in Cheddar (Somerset) geboren und heute in zahlreichen Farben und Reifegraden weltweit bekannt; Cheshire - angeblich der älteste englische Käse mit leicht salzigem Geschmack, da die Kühe "damals" auf Salzmarschen geweidet wurden; Double Gloucester - hergestellt aus der Abendmilch und der dickeren Morgenmilch der Gloucester-Kühe und oft mit Kräutern verfeinert; Stilton - angeblich zuerst im "Bell Inn" zu Stilton verkauft, begeistert der Käse durch Edelschimmel und ein weitreichendes Aroma; Wensleydale - eine Art "englischer Camenbert", entwickelt von den normannischen Zisterzensiern ...
Kanäle 1761 wurde bei Manchester der erste echte Kanal gebaut ... der Duke of Bridgewater hatte begriffen, dass ein per Wagen nur eine Tonne Kohle in seine Fabrik transportieren konnte, per gezogenem Boot aber dreissig Tonnen in kürzerer Zeit. Der Bau des Kanals, der sogar eine Brücke über den Fluss Irwell einschloss, amortisierte sich so schnell. In den 1790ern waren Kanäle der wichtigste Verkehrweg in Großbritannien, erst die rasante Entwicklung der Eisenbahnen nach 1830 war eine ernsthafte Konkurrenz. Heute werden die zahlreichen Kanäle (der Eisenbahn und dem Lastwagen sei Dank) nur noch im Freizeit- und Tourismusbereich genutzt. Für Touristen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, ein eigenes Boot zu mieten, auf einem Boot mitzufahren oder einfach nur auf den parallelen Treidelwegen durch herrliche Landschaften oder den Hinterhof der Industriellen Revolution zu wandern.
Kanal siehe Ärmelkanal
Kanalschwimmer Eigentlich sind es an der engsten Stelle nur zwanzigeinhalb Meilen über den Kanal (... der deutsche Kommandant von Calais stellte im Zweiten Weltkrieg angeblich seine Taschenuhr immer mit Hilfe eines Fernglases und der Hafenuhr von Dover!), die teilweise erheblichen Strömungen machen diese Strecke allerdings zum Abenteuer. Erstmals bezwungen wurde der Kanal von Captain Matthew Webb anno 1875 (21 Stunden,41 Minuten). Nur etwa jeder zwölfte Versuch gelingt auch, so dass nur rund fünfhundert Kanalüberquerungen auf diese Art verbucht werden konnten.
Kanaltunnel siehe Eurotunnel
Kathedralen (Top Ten) Großbritannien hat so viele besuchenswerte Kathedralen, dass die Auswahl für den Touristen schwer werden kann. Hier in Kurzform einige der schönsten und/oder interessantesten: Canterbury - Alter Pilgerort, Schrein des St. Thomas a Becket, phantastische Glasfenster, das Grab des "Schwarzen Prinzen", der Bell Harry Tower mit seinen grossartigen Deckenverzierungen ... ein Muss. Ely - Mitten im Flachland der Fens stehend, begeistert diese Kathedrale durch den reich verzierten achteckigen Turm, die "Lantern of the Fens". Exeter - Eine der am reichsten verzierten Kathedralen Englands, spezielle Spiegel auf Rädern erleichtern das Bewundern der Decke. Glasgow - St. Mungo's Cathedral ist auf den Grundmauern einer älteren Katherdrale erbaut, das faszinierende Kellergewölbe lässt dies deutlich erkennen. London (St. Paul's) - Großbritanniens grösste Kathedrale, erbaut von Sir Chistopher Wren und fast ein Tagesprogramm! St. Alban's - Die besterhaltene normannische Kathedrale mit der charakteristisch "schweren" Architektur und mit Rundbögen. St. David's - Versteckt in einem Talkessel liegt die grösste walisische Kathedrale mit den sterblichen Überresten des Nationalheiligen David, Teil der offiziell kleinsten Stadt Großbritanniens! Salisbury - Die im "Early English" Stil gehaltene Kathedrale hat den höchsten Kirchturm Großbritanniens ... was das Urlaubsfoto zur Herausforderung werden lässt. York Minster - Das grosse Ostfenster (1405-1408) hat die Ausmasse eines Tennisplatzes und ist die weltweit grösste (erhaltene) Glasarbeit des Mittelalters. Wells - Englands kleinste Kathedrale, aber mit 365 Statuen an der Westfassade eine der schönste überhaupt. Ein interessantes architektonisches Detail ist die "scissor arch", die seit 1338 den Turm vor dem Einsturz bewahrt. Ausser Konkurrenz zwei moderne Kathedralen: Christ the King Cathedral (Liverpool), ein kühner Rundbau mit Krone aus dem Jahr 1967, und Coventry Cathedral, ein moderner Bau an der Seite der 1940 zerbombten mittelalterlichen Kathedrale.
Kelten Blaue Augen, blonde Haare, hochgewachsen ... so beschrieben die Römer die Einwohner der von ihnen eroberten Insel, die Kelten. Allerdings waren sie keineswegs "Ureinwohner", denn erst nach 800 v.Chr. kamen aus dem heutigen Bayern und Böhmen erstmals keltische Stämme auf die britischen Inseln. Was wir heute über die Kelten wissen, stammt (abgesehen von Artifakten) aus den Aufzeichnungen der Römer und Christen, so dass sich keineswegs ein "objektives" Bild ergibt. Kelten waren in Stämmen organisiert, beherrscht von Häuptlingen, die zusammen mit dem "Adel" (meist ein Kriegeradel) der Jagd fröhnte, während das einfache Volk die Äcker bestellte und Nutzvieh pflegte. Gemeinsam war ihnen eine Vorliebe für Schmuck und ein Hang zur Freiheit des Stammes, was sich oft in heftigen Kämpfen mit den Nachbarn äusserte.
Kilt Das schottischste aller Kleidungsstücke ist eine englische Erfindung ... und die uralten Clan-Tartans sind eine romantische Fiktion! Der Kilt hat seinen Ursprung in einer riesigen Wolldecke, die sich die schottischen Männer bei Nichtgebrauch um den Bauch wickelten. Die einer Hälfte hing dann wie ein Rock bis zu den Knieen, die andere Hälfte über dem Gürtel gerafft um die Hüften und über die Schulter. Das war zwar bei der Wanderung ganz praktisch, bei der Arbeit aber eher hinderlich. Ein englischer Frabrikbesitzer schaffte es im 18. Jahrhundert nicht, sein Personal von den Decken hin zur Hose zu bringen, also gestaltete er einen hinten gerafften, knielangen Rock - der Kilt nach heutigem Verständnis war geboren! Nach der Rebellion von 1745 war das Tragen des Kilts zunächst streng verboten, mit der Zeit lockerte sich diese Bestimmung und vor allem in den Hochland-Regimentern der britischen Armee wurde er populär. Als dann der romantische schottische Schriftsteller Sir Walter Scott 1822 einen Königsbesuch von George IV in Edinburgh inszenierte, steckte er sogar den Monarchen in einen Kilt und erfand nebenher die Geschichte von den Clan-bezogenen Mustern (seit 1697 sind regionale Varianten dokumentiert, die sich aber nicht auf eine Familie beschränkten). Danach gab es dann kein Zurück mehr - heute gibt es fast eine Wissenschaft zu den Mustern (die ursprünglich nur nettes Design waren und einen Campbell nicht von einem Steward unterscheiden liessen). Wer heute in eines der zahlreichen Spezialhäuser in Edinburgh oder Glasgow wandert, kann traditionelle Clan-Kilts, Kilts von Universitäten und Kilts von Rangers oder Celtic erwerben.
Kinder- und Jugendbücher (Top Ten) - Sie suchen etwas zum Lesen "für die Kleinen"? Greifen Sie zu: "Alice in Wonderland" und "Through the Looking Glass" - Kinderbücher voller Nonsens aus der Feder des Mathematikers Charles Lutwidge Dodgson alias "Lewis Carroll" ... wegen der oft sehr geistreichen Wortspiele auch ein Genuss für Erwachsene. "Black Beauty" - 1877 erschienen und von Anna Sewell geschrieben, eines der ersten Bücher, das Tierrechte zu einem populären Thema machte. Heute eher als Film bekannt. "The Chronicles of Narnia" - Sieben Romane, die in der phantastischen Welt Narnia spielen, "The Lion, the Witch and the Wardrobe" ist der erste Band (erschienen 1950). Im Prinzip eine durchgängige Allegorie des Christentums, für Kinder spannend aufbereitet. Aber auch als reine Fantasy lesbar. "Famous Five" - Neben "Noddy" und den "Secret Seven" eine der unsterblichen Kreationen der Enyd Blyton (1897-1968), die in mehr als sechshundert Büchern ein Stereotyp nach dem anderen verarbeitete. Was ihren LeserInnen egal war ... die "Fünf Freunde" (so der deutsche Titel) sind vier Kinder und ein Hund. Scooby-Doo, where are you? "Peter Pan" - 1904 erstmals erschienene Geschichte um einen Jungen, der niemals erwachsen wird und in einer abenteuerlichen Welt voll von Meerjungfrauen, Indianern und Piraten lebt. Geschrieben von J.M. Barrie, der das Copyright 1929 dem Great Ormond Street Hospital (ein Londoner Kinderkrankenhaus) schenkte. "The Tale of Peter Rabbit" und andere Bücher von Beatrix Potter - die Beschreibung einer phantastisch-niedlichen Welt voll von menschlich handelnden Kaninchen, Kätzchen und Enten mit Namen wie Flopsy, Mopsy und Cottontail. Entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts und unsterblich. "Tales from Shakespeare" - 1807 erschienene Kinderversion der klassichen Dramen mit Betonung der Komödien. Was bei den Autoren Charles und Mary Ann Lamb angebracht erschien, Charles galt 1795/1796 als "irre", seine Schwester Mary Ann ermordete 1796 ihre Mutter. "Tom Brown's Schooldays" - von Thomas Hughes 1857 auf den Markt geworfen und der "Big Daddy" aller Schulgeschichten. Liebhaber von "historical fiction (with a saucy twist)" finden hier auch die erste Erwähnung von Flashman. "Treasure Island" - Robert Louis Stevensons Klassiker um einen Piratenschatz, einbeinige Ganoven und Abenteuer auf den Weltmeeren. "The Wind in the Willows" - von Kenneth Graham 1908 veröffentlichstes Buch, in dem Tiere eine Parabel des menschlichen Lebens darstellen. Allein der (miserabel) autofahrende Toad of Toad Hall ist das Lesen auch für Erwachsene wert!
Kirchen In eigentlich jedem Ort Großbritanniens findet man eine Kirche, von der kleinen Kapelle über die "parish church" (Gemeindekirche) bis hin zu den Kathedralen der Städte. Etwa 19.000 Gotteshäuser soll es geben! Die Kirchenarchitektur begann mit der römischen Basilika, einer grossen Säulenhalle. Diese wurde im Mittelalter durch ein Querschiff ergänzt, so dass sich eine Kreuzform ergab. Wenn die Statik es zuliess, baute man einen Glockenturm über dem Kreuzungspunkt - wesentlich populärer (weil sicherer und einfacher) war jedoch der Glockenturm am Westende der Kirche. Im 17. und 18. Jahrhundert liessen sich die Kirchenbauer plötzlich von der Architektur Italiens beeinflussen, Renaissance und Barock wurden modern und die Kreuzform fiel dem Zeitgeschmack zum Opfer. Eine Kehrtwendung machte man dann wieder im späten 18. und weiter im 19. Jahrhundert - das Mittelalter wurde wieder aktuell und die grosse Zeit der neogotischen Kirchen begann. Das 20. Jahrhundert schliesslich befreite die Kirchen von allen Konventionen ... was sich nicht immer in architektonischen Glanzleistungen manifestierte. Architektonische Merkwürdigkeiten gibt es in britischen Kirchen jedoch genug. So etwa in der Kirche von Stratford-upon-Avon, die Shakespeares Grab enthält und die einen deutlichen "Knick" aufweist. Oder in Christchurch (Dorset), wo ein Zimmermann aus Galilaea selbst mit Hand angelegt haben soll - der "miraculous beam" zeugt noch heute deutlich sichtbar davon. Von den eben beschriebenen Trends ausgenommen waren eigentlich immer die Kirchen, Kapellen oder Versammlungsräume der Nonkonformisten (also weder katholische noch anglikanische Christen), die von eher konventionellen Gebäuden (die Spiritistenkirche in Paignton etwa) bis hin zu Wellblechbaracken (viele Kapellen in Wales) gehen. (zu den diversen Religionen siehe dort)
Klassische Literatur (Top Ten) - Wer sich für britische Literatur interessiert, sollte sich vor allem folgende "klassische Autoren" zu Gemüte führen: Die Brontë-Schwestern - Charlotte, Emily und Anne, drei Töchter eines Pfarrers in den Mooren von Yorkshire ... besonders empfehlenswert sind jeweils "Jane Eyre", "Wuthering Heights" und "The Tenant of Wildfell Hall". John Bunyan - Seine christliche Allegorie "The Pilgrim's Progress" (1678) war bis ins späte 19. Jahrhundert das meistgelesene englische Buch nach der Bibel! Charles Dickens - Den meisten Deutschen nur in kindgerechter Übersetzung bekannt ... lesen Sie "The Pickwick Papers", "Hard Times" oder "Bleak House" im Original und entdecken Sie den Klassiker neu! George Eliot - Unter diesem Pseudonym schrieb Mary Ann Evans ihre kritischen Romane, vor allem "Middlemarch" gilt als wegweisend. Henry Fielding - Ein Buch reicht: "Tom Jones"! Sir Walter Scott - Der Erfinder der "historic novel" begeisterte nicht nur das schottische Publikum. Lesetipp sind "Waverley", "Rob Roy" und "Ivanhoe". Robert Louis Stevenson - Der zu früh verstorbene Schotte hinterliess uns "Treasure Island" und "Kidnapped", Abenteuergeschichten par excellence, aber auch das verstörende Buch von "Dr. Jekyll and Mr. Hyde". Dylan Thomas - Seine Gedichte, seine Kurzgeschichten und sein Hörspiel "Under Milk Wood" spiegeln walisisches Leben in einmaliger Art wieder. Ihm verdanken wir das Dorf Llareggub (... lesen Sie den Ortnamen einmal von hinten ...). H.G. Wells - Visionär und Philosoph, der in seinen Geschichten oft erschreckend genaue (und meist pessimistische) Vorhersagen machte. Am bekanntesten ist seine reine Science Fiction: "The War of the Worlds" und "The Time Machine". P.G. Wodehouse - "Musicals ohne Musik", so wurden die Bücher beschrieben, die etwa den Butler Jeeves, den inkompetenten Bertie Wooster und die Sau "Empress of Blandings" beschreiben. Really British, indeed ...
Kleindung Was soll man mitnehmen? Kaum zu beantwortende Frage, denn das Wetter in Großbritannien kann sehr wechselhaft sein. Deswegen sollte man auch im Sommer für kühles und/oder regnerisches Wetter vorsorgen und mindestens einen Pullover und eine Regenjacke einpacken. Andererseits kann es selbst im Winter oft sehr mild sein ...
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