Unser A-Z Großbritannien Lexikon

Großbritannien entdecken und alles über England, Schottland und Wales erfahrenHier bekommen Sie einen Überblick über die wichtigsten englischen Begriffe und Wörter. Seien Sie niemals mehr unsicher und informieren Sie sich bereits vor Ihrer Reise über die wichtigsten Dinge. Hier finden Sie alles, was Sie für eine Reise nach Großbritannien wissen müssen in alphabetischer Reihenfolge, sodass Sie nicht mehr lange suchen müssen und alles auf einen Blick erfahren.

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Adel

Der britische Adel ist ein Thema für sich und immer wieder gerne genommenes Klischee, vom Krimi bis zum Liebesroman, von Karl May bis Martha Grimes. Hier einige Fakten: Peers (also Adlige, der Adel allgemein wird als "peerage" bezeichnet) dürfen nicht wählen oder gewählt werden, kommen dafür aber in das Oberhaus des Parlaments.

Der Adelstitel ist vererblich, aber nicht unbedingt von Frauen erbbar - und seit 1958 gibt es sogenannte "life peerages", die die Königin nur auf Lebenszeit verleiht. Wesentlich seltener lässt sich ihre Majestät herab, einen vererbbaren Adelstitel zu verleihen ... wie etwa 1984 an Harold Macmillan. Eine wahre Inflation an Adligen setzte im 18. und 19. Jahrhundert ein, als man fleissig Unternehmer und Forscher in den Adelsstand versetzte. Gab es etwa Mitte des 17. Jahrhunderts gerade einmal 130 Adlige, rechnet man heute mit rund 1300 - von denen allerdings weniger als 500 nur "life peers" sind.

In der Rangfolge des Adels stehen an oberster Stelle die Dukes (25 an der Zahl), dann der Marquess (35), gefolgt vom Earl (weibliche Form "Countess", 175), den Viscounts (100) und der Masse der Barons. Übrigens - auch wenn man im Volksmund so gerne sagt, dass jemand "geadelt" wurde und künftig dann "Sir" genannt wird (bei Frauen "Dame") ... das ist noch kein Adel, sondern ein Ritterschlag.

Aermelkanal Wenn man in Großbritannien vom "channel" spricht, meint man fast immer den Ärmelkanal, "English Channel" genannt, die natürliche Grenze zum europäischen Kontinent. Von Land's End bis Margate zieht sich diese Meerenge rund 350 Meilen hin, entstanden ist sie rund 6.000 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung. Diese Barriere galt bei Strategen wie Cäsar, Napoleon und Hitler als Riesenproblem, ist eine dauernde Herausforderung für Kanalschwimmer und andere "Pioniere" (Blériot etwa fand keine Ruhe, bis er 1909 als erster Mensch den Kanal überflog).
Aerzte Ärzte findet man im Telefonbuch unter der Bezeichnung "General Practitioners", kurz GP genannt. Dies bezeichnet einen Allgemeinarzt. Für einen Arztbesuch wird entweder Bargeld oder die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK, englisch EHIC) benötigt.
Afternoon Tea Gereicht um 16:00 Uhr (4 pm) und traditionell mit Kresse- oder Gurkensandwiches sowie kleinen Kuchen verzehrt. Angeblich von Anna, Herzogin von Bedford, Anfang des 19. Jahrhunderts erfunden, um die Zeit zwischen Lunch und Dinner zu überbrücken. Nicht zu verwechseln mit dem High Tea (siehe dort)!
Alkohol Was der Tourist beachten muss: Der Genuss von Alkohol ist Jugendlichen unter 18 Jahren grundsätzlich in der Öffentlichkeit verboten, ebenfalls ist es strafbar, als Minderjähriger Alkohol zu erwerben oder Alkohol einem Minderjährigen zu überlassen. An vielen öffentlichen Orten und Plätzen ist der Genuss von Alkohol generell verboten.
Amusements Eine typisch britische Einrichtung sind die "Amusement Halls", die man allerorten, gehäuft in den Urlaubsgebieten am Meer, findet. Sie waren lange Zeit das Spielkasino des kleinen Mannes und ermöglichten teure Zerstreuung, aber auch die Chance auf einen Gewinn. Mittlerweile von Videospielen dominiert, weisen viele dieser Einrichtungen heute noch elektronisches Bingo, "Geschicklichkeitsspiele" wie Münz-Kaskaden und massenweise "Einarmige Banditen" (britisch: "slot machines" oder, nach den verwendeten Symbolen, "fruit machines" genannt). Nicht ganz die Antwort auf Las Vegas, aber ein Erlebnis, das man sich gönnen sollte ... einmal zumindest.
Angelsachsen

Dieser heute meist falsch verwendete Begriff steht für die germanischen Einwanderer, die ab etwa 450 England besiedelten: Angeln, Sachsen und Jüten. Sie waren teilweise als Invasoren ins Land gekommen, teilweise von den Römern als Hilfstruppen engagiert worden. Ihre lebendige germanische Kultur und ihre heidnische Gesinnung verdarb es ihnen sowohl mit den Kelten wie auch mit den Christen, so dass ein Zusammenleben unmöglich war.

Folgerichtig bildeten dann Hengist und Horsa das eigene Königreich Kent. Mitte des 8. Jahrhunderts war de facto ganz England "sächsisch" (sowohl die Angeln als auch noch schlimmer die Jüten wurden häufig "unterschlagen") - neben Kent existierten die Königreiche Northumbria, Mercia, East Anglia, Essex, Sussex und Wessex. Lediglich Cornwall befand sich nicht unter sächsischer Regierung. Die Herrschaft der Angelsachsen endete 1066 mit William the Conqueror, der eine normannisiche Dynastie einsetzte. Die angelsächsische Kultur erwies sich jedoch als beständiger: Zu ihr gehören die heute noch gültigen regionalen Grenzen in England, das Parlament und letztlich die englische Sprache.

Apotheken ... finden Sie unter dem Namen "Pharmacy" oder "Chemist" im Telefonbuch, an den meisten Hauptstrassen und in Einkaufszentren. Oft sind sie durch ein grünes Kreuz gekennzeichnet.
Arbeit (Top Ten) - Wo arbeiten die Briten? Nach Berufsfeldern verteilt ergibt sich ein fast skurriles Bild (gerundete Zahlen in Mllionen): 1. Immobilien, Verkauf und Vermietung (3,9) 2. Produktion (3,7) 3. Gesundheits- und Sozialwesen (2,8) 4. Einzelhandel (2,75) 5. Bildungswesen (2,2) 6. Hotel- und Gaststättengewerbe (1,7) 7. Logistik und Kommunikation (1,5) 8. Öffentlicher Dienst und Militär (1,4) 9. Baugewerbe (1,19) 10. Grosshandel (1,16)
Artussage

Wohl kaum eine Legende ist so weltumspannend bekannt wie die von König Artus, seiner Königin Guinevere, seinem Magier Merlin, seinen treuen Rittern der Tafelrunde, ihrer Suche nach Perfektion (und dem Gral) und ihrem tragischen Fall durch Eifersucht und Inzest. Historisch basieren die Geschichten lose auf der Erinnerung an einen "Artus" genannten, romano-britischen Kriegsherren, der Ende des 5. Jahrhunderts gegen die Sachsen kämpfte.

Er ist bereits in den Chroniken des folgenden Jahrhunderst erwähnt. Mit Leben gefüllt wurde die weitgehend unbekannte Historie dann vor allem aus der keltischen Mythologie, Mitte des 12. Jahrhunderts legte Geoffrey of Monmouth einen Grossteil dieser Erzählungen in seiner pseudo-historischen "Historia Regum Britanniae" nieder. Darauf basierend, schmückten Dichter den Zyklus weiter aus - Wace und Layamon, Chretien des Troyes und Wolfram von Eschenbach. Artusepik wurde ein europäisches Phänomän und der "Tophit" an mittelalterlichen Höfen. 1470 konnte daher Thomas Malory mit seinem "Le Morte d'Arthur" einen echten Wälzer vorlegen, der heute noch den Kern der weiter blühenden Literatur um den sagenhaften König bildet. Und Artus bliebt aktuell, ob als Buch von Mark Twain, T.H. White oder Marion Zimmer-Bradley, ob als Gedichtzyklus von Tennyson, ob als Oper von Wagner, als Comic ("Prinz Eisenherz" oder neuere Superheldencomics), als Musical ("Camelot") oder Film ("Excalibur", "Monty Python and the Holy Grail".

Der Großbritannien-Reisende mit Artus-Faible wird an folgenden Orten nicht vorbeikommen: - Tintagel, angeblich Geburtsort des Königs (die in Ruinen liegende Burg ist wesentlich älteren Datums, archäologische Funde lassen jedoch auf ein frühes Herrschaftszentrum schliessen); - Stonehenge, angeblich von Merlin mit fliegenden Steinen gebaut (und in mindestens einem Artus-Film von demselbigen zerstört, beides ist hanebüchener Blödsinn); - Cadbury Castle, das historische Camelot (die nicht aus Schokolade bestehende Festung würde zumindest historisch einigermassen "passen"); - Winchester, Aufbewahrungsort des Runden Tisches (ein wunderschönes und sehenswertesbemaltes Möbelstück aus dem 13. Jahrhundert und somit wohl kaum "echt") und natürlich - Glastonbury, das sagenumwobene Avalon mit dem Grab des Königs in der Abtei (... was historisch äusserst umstritten ist. Vertraut man allerdings der New-Age-geprägten Bevölkerung, sind in Glastonbury neben spiritueller Erleuchtung noch mindestens ein heiliger Gral, zwei Rambaldi-Artifakte und ein verschollenes Kapitel des da Vinci Code zu finden. Ich fand dort einen hervorragenden vegetarischen "beanburger" ...)

Ausweise Für die Einreise nach Großbritannien ist ein Lichtbildausweis vorgeschrieben, sowohl der Reisepass als auch der Personalausweis gelten.
Autokennzeichen (seit 2001) - Beginnend mit dem 1. September 2001 wurde das Kennzeichensystem in Großbritannien umgestellt. Neue Kennzeichen bestehen aus einer siebenstelligen alphanumerischen Kombination. Die ersten zwei Buchstaben geben den Ort der Erstzulassung an, die folgenden zwei Zahlen den Zeitpunkt der Erstzulassung und die letzten drei Buchstaben sind frei wählbar. Die Zahlen für die Erstzulassung: 51 - September 2001 bis Februar 2002 02 - März bis August 2002 52 - September 2002 bis Februar 2003 03 - März bis August 2003 53 - September 2003 bis Februar 2004 04 - März bis August 2004 54 - September 2004 bis Februar 2005 05 - März bis August 2005 55 - September 2005 bis Februar 2006 06 - März bis August 2006 ... und so weiter ... Die Buchstabenkombinationen: A - Anglia (Peterborough AA AB AC AD AE AF AG AH AJ AK AL AM AN, Norwich AO AP AR AS AT AU, Ipswich AV AW AX AY) B - Birmingham (BA bis BY, wie üblich ohne BI und BQ) C - Cymru (Cardiff CA bis CO, Swansea CP bis CV, Bangor CW bis CY, wie üblich ohne CI und CQ) D - Deeside to Shrewsbury (Chester DA bis DK, Shrewsbury DL bis DY, wie üblich ohne DI und DQ) E - Essex (Chelmsford EA bis EY, wie üblich ohne EI und EQ) F - Forest & Ferns (Nottingham FA bis FP ohne FI, Lincoln FR bis FY) G - Garden of England (Maidstone GA bis GO, Brighton GP bis GY, wie üblich ohne GI und GQ) H - Hampshire & Dorset (Bournemouth HA bis HJ, Portsmouth HK bis HY, wie üblich ohne HI und HQ, HW ist für die Isle of Wight reserviert) K - namenloses Gebiet (Luton KA bis KL, Northampton KM bis KY, wie üblich ohne KI und KQ) L - London (Wimbledon LA bis LJ, Stanmore LK bis LT, wie üblich ohne LI und LQ) M - Manchester & Merseyside (Manchester MA bis MY, wie üblich ohne MI und MQ) N - North (Newcastle NA bis NO, Stockton NP bis NY, wie üblich ohne NI und NQ) O - Oxford (OA bis OY, wie üblich ohne OI und OQ) P - Preston (Preston PA bis PT ohne PI und PQ, Carlisle PU bis PY) R - Reading (RA bis RY, wie üblich ohne RI und RQ) S - Scotland (Glasgow SA bis SJ ohne SI, Edinburgh SK bis SO, Dundee SP bis ST ohne SQ, Aberdeen SU bis SW, Inverness SX und SY) V - Severn Valley (Worcester VA bis VY wie üblich ohne VI und VQ) W - West of England (Exeter WA bis WJ ohne WI, Truro WK und WL, Bristol WM bis WY ohne WQ) Y - Yorkshire (Leeds YA bis YK ohne YI, Sheffield YL bis YU ohne YQ, Beverley YV bis YY)
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