Maße und Gewichte

Maße und Gewichte - Wissenswertes für Ihre Englandreise

Das Inselreich hat, wie in vielen anderen Bereichen auch, hinsichtlich des Systems für Maße und Gewichte seinen ganz eigenen, und vom kontinentalen Europa unabhängigen, Weg beschritten.

Im Jahre 1066 wurde mit Wilhelm dem Eroberer das römische System für Maße und Gewichte eingeführt, da es aber bereits dafür bestens eingebürgerte Standards bei den Angelsachsen gab, hatte er es leidlich schwer, sich mit dem Neuen durchzusetzen. In der Magna Carta von 1215 wurden die Standards festgezurrt und durchliefen in den darauf folgenden Jahrhunderten einige Veränderungen. 1973 verpflichtete sich Großbritannien dann das spezielle angloamerikanische Maß- und Gewichtsystem sukzessive abzuschaffen. Um den Briten im Alltag den Übergang von ihren lieb gewonnenen Maßen und Gewichten hin zum europäischen System zu erleichtern, wurde eine lange Übergangszeit vereinbart. Bis 2010 sollten offiziell beide Systeme nebeneinander stehen. Aber im Jahr 2007 wurde diese Übergangszeit, vermutlich aufgrund weit reichender Proteste aus der Bevölkerung, für unbefristet erklärt. Deshalb stehen das metrische und dezimale System des restlichen Europa und die alten Maße und Gewichte der Engländer nun nebeneinander und sorgen durchaus in manchen Alltagssituationen für Verwirrung, beispielsweise, wenn ein Architekt oder Statiker das metrische System benutzt, die Gemeindebehörde aber nach dem imperialen verfährt. Dann müssen kundige Leute die Maße umrechnen und verständlich machen.
Maße und Gewichte - Billigflüge nach Großbritannien, Schottland oder Irland buchenAuch in britischen Schulen existiert dieses systemische Nebeneinander. Zwar wird von den Schülern erwartet, quasi mit zweierlei Maß messen zu können, in der Regel ist es aber so, dass sie sich im imperialen System wesentlich mehr zuhause fühlen. An der Tankstelle um die Ecke wird schließlich auch in Gallonen und in den seltensten Fällen in Litern Kraftstoff getankt.

Für einen deutschen Schüler ist es denn auch mitunter entsprechend schwierig, wenn er in einer britischen Familie zu Gast ist. Stellt er sich beispielsweise morgens im Bad auf die Waage, dann kann es passieren, dass er auf einmal in stones gewogen wird und erschrocken sieht, dass er nunmehr nur noch 10 stones wiegt, was in etwa 65 kg entspricht. Auch beim Shopping wird es ein bisschen schwierig. Während sich in Deutschland schon die amerikanischen Kleidergrößen XS, S, M, L, XL oder XXL eingebürgert haben, sind die britischen den meisten kein Begriff. Kleidergröße 6 entspricht in Deutschland Größe 34, 8 ist Größe 36, 10 ist Größe 38, 12 ist Größe 40, 14 ist Größe 42 und 16 Größe 44. Entsprechend muss man dann einfach weiter aufwärts rechnen.

Um im Alltag, beispielsweise beim Wandern, Autofahren oder auch beim Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel einigermaßen klar zu kommen, ist es sinnvoll, einen groben Überblick über die britischen Längenmaße zu haben:
1 inch (in) 1'' = 2,54 cm
1 foot (ft) 1' = 12 inches = 30,48 cm
1 yard (yd) = 3 feet = 91,44 cm
1 furlong (fur) = 220 yards = 201,17 m
1 mile (m) = 1760 yards = 1,609 km
1 league = 3 miles = 4,828 km

Vielfach sind Entfernungsangaben auf den Straßenschildern aber auch - entsprechend der unbefristeten Übergangsregelung - bereits in Kilometern und Meilen angegeben, wobei die Kilometerangabe in Klammern steht.

Wer im Sommer nach Großbritannien reist, sollte wissen, dass dort der kontinentale Gefrierpunkt 0 Grad Celsius 32 Grad Fahrenheit entspricht.
Beim Tanken an der Raststätte kann man Glück haben und die Zapfsäule misst den angegebenen Kraftstoff in Litern, aber um für alle Fälle gewappnet zu sein, hier noch einmal die britischen Flüssigkeitsmaße: 1 gill (gl.) = 0,142 Liter; 1 pint (pt.) = 0,568 Liter; 1 quart (qt.) = 1,136 Liter; 1 gallon (gal.) = 4,5459 Liter. Gleich, ob man nun metrisch, dezimal oder imperial misst - Großbritannien ist auf jeden Fall eine Reise wert und ein bisschen umrechnen hat noch keinen Meister vom Himmel fallen lassen.
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